Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Große Show der Kandidaten
Lokales Segeberg Große Show der Kandidaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:48 14.09.2018
Von Sylvana Lublow
Podiumsdiskussion: Alt-Bürgermeister Udo Gandecke (Zweiter von links) befragte die Kandidaten Verena Jeske, Hans-Jürgen Kütbach und Serhat Yilmaz (von links) im Tryp by Windham Hotel Köhlerhof. Quelle: Jann Roolfs
Bad Bramstedt

Sie wollten sich ein Bild von Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach sowie seinen Gegenkandidaten Verena Jeske und Serhat Yilmaz zu machen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Alt-Bürgermeister Udo Gandecke

Die Show

Drei Stunden, 650 Gäste, drei komplett unterschiedliche Kandidaten und ein charmanter Moderator sorgten dafür, dass die Wahlkampfveranstaltung alles andere als spröde und langweilig daher kam – und eher an eine unterhaltsame Samstag-Abend-Show im TV erinnerte. Zumindest in den ersten zwei Stunden. Der Mittelteil, die Podiumsdiskussion, geleitet von Gandecke, geriet etwas zu lang, vor allem die stehenden Gäste verließ das Durchhaltevermögen nach und nach. Jeder Kandidat erhielt zu Beginn zehn Minuten Zeit, sich dem Publikum vorzustellen, während die jeweils anderen beiden den Saal verlassen mussten. Kütbachs bester Satz: „Ich sehe die gesamte Wahlbeteiligung von 2012 hier vor mir sitzen.“ Yilmaz’ bester Satz: „Nicht jeder verdient das große Geld.“ Jeskes bester Satz: „Wirtschaftsförderung ist Chefinnensache.“ Im dritten und letzten Teil des Abends konnten die Gäste ihre Fragen an die Kandidaten loswerden.

Applausometer

Liebling des Abends war ganz klar Serhat Yilmaz. Er hatte auf jeden Fall den größten Unterhaltungswert. Es wurde über ihn gelacht, ausgelacht hat ihn aber niemand. Verena Jeske und Hans-Jürgen Kütbach konnten sich über Zustimmung und Applaus nicht beklagen. Die beiden Kontrahenten lagen in etwa gleichauf.

Fazit

Yilmaz hat sich wacker geschlagen, sieht die Dinge realistisch: „Falls ich nicht beim ersten Mal nicht gewinne, werde ich ehrenamtlich die Stadt mitgestalten und habe dann sechs Jahre Zeit, mich auf die nächste Wahl vorzubereiten.“ Jeske, die sehr ehrgeizig und eifrig rüberkam, hat es tatsächlich geschafft, den Lokalmatador Kütbach einige Mal zum Schwitzen zu bringen. Zum Beispiel bei der Frage, warum die VHS nicht mal ein Schild habe: „Was ist daran so schwer, Herr Kütbach?“ Kütbach hingegen konnte mit seiner Selbstkritik punkten: „Ich habe einige den Kopf schütteln sehen, wenn ich gesprochen habe, das ist völlig okay. Sie können mich aber auch jederzeit ansprechen, auch wenn Sie mich nicht wählen.“ Insgesamt bekamen die vielen interessierten Gäste eine sehr gute Gelegenheit, die drei Kandidaten kennenzulernen, sich ein Bild zu machen und sich eine Meinung zu bilden, um am 23, September zur Bürgemeisterwahl zu gehen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Raub auf Spielhalle: In der Nacht zu Freitag hat eine maskierte Person eine Spielhalle in der Straße "Peiner Hag" in Prisdorf ausgeraubt. Der Mann soll laut Polizei Bad Segeberg gegen 1 Uhr das Gebäude betreten, eine Angestellte mit einer Stichwaffe bedroht und Bargeld gefordert haben.

14.09.2018

Bei einem Schulbusunfall in Todesfelde bei Bad Segeberg sind zehn Kinder leicht verletzt worden. Der Polizei zufolge war die 40 Jahre alte Fahrerin am Freitagmorgen mit dem Bus in Richtung Leezen unterwegs, als sie aus zunächst ungeklärter Ursache auf einen parkenden Transporter auffuhr.

14.09.2018

Seit dieser Woche sind Handwerker dabei, sich um mehrere Schadstellen an der Erlöserkirche in Henstedt-Ulzburg zu kümmern. Drei Jahre Planung waren vorangegangen, bis nun die Firmen Kahlke und Knappe aus Heidmoor und Reiner Engel Bauausführungen aus Lentföhrden gestartet sind.

Nicole Scholmann 14.09.2018