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Segeberg Bund gibt Geld für Kirchensanierung
Lokales Segeberg Bund gibt Geld für Kirchensanierung
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20:34 09.11.2018
Von Einar Behn
Gemeinsamer Einsatz für die Katharinenkirche: Bernhard von Bodelschwingh (von links) und Carsten Kröger vom Kirchengemeinderat, Pastor Jan-Peter Dau-Schmidt, Mark Helfrich und Bürgermeister Torsten Klinger. Quelle: Einar Behn
Großenaspe

Schon seit sechs Jahren ist der Eingang der Katharinenkirche mit einem Gerüst versehen. „Eine Sicherheitsmaßnahme“, sagt Pastor Dau-Schmidt. Der Küster hatte festgestellt, dass Mauersteine herunterfallen könnten. Es wird also höchste Zeit, das älteste Gebäude Großenaspes instandzusetzen. Mark Helfrich (CDU), Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises, konnte nun die frohe Botschaft überbringen, dass der Bund sich mit 50 Prozent an den Sanierungskosten beteiligt, das sind 160.000 Euro. „Wir sind echt happy“, sagt Pastor Dau-Schmidt.

Der Seelsorger erklärte, im Laufe der letzten 246 Jahre – so alt ist das Gotteshaus – seien die Mauerfugen schon mehrfach erneuert worden, aber nicht immer dem alten Mauerwerk angemessen. Zuletzt, wohl in den 1960er Jahren sei Zement verwendet worden. Der sei eine chemische Reaktion mit dem alten, nicht vollständig entfernten Mörtel eingegangen. Die Folge: Das Zement-Mörtel-Gemisch dehnte sich aus, bröckelt nun aus den Fugen und lässt dabei Teile der roten Ziegelsteine mit abplatzen.

Ein Ingenieurbüro aus Mecklenburg-Vorpommern hat den Schaden bereits eingehend untersucht und fotografiert. „Die können anhand der Aufnahmen jeden einzelnen Stein begutachten und entscheiden, ob er erneuert werden muss“, erklärte Pastor Dau-Schmidt. Die Sanierungskosten schätzen die Ingenieure auf 320.000 Euro.

Pastor hofft, 2019 beginnen zu können

„Die Bewilligung des Zuschusses vom Bund ist für uns der Durchbruch“, sagt Dau-Schmidt. Er weiß dennoch nicht, wann mit der Sanierung begonnen werden kann. Die andere Hälfte der Kosten muss nämlich die Kirche aufbringen. Einen Teil gibt die Nordkirche dazu, aber auch die Gemeinde muss ihren Beitrag leisten. Deren Rücklagen reichen jedoch nicht aus. „Wir werden Spendenaktionen starten“, kündigt der Pastor an. Welche das sein werden, müsse noch überlegt werden. Dau-Schmidt hofft, 2019 mit der Sanierung beginnen zu können.

Das Geld vom Bund stammt aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm. Daraus werden in Deutschland dringende Substanzsicherungs- und Restaurierungsarbeiten an wertvollen kleineren Denkmalen in Städten und Gemeinden gefördert.

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