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Segeberg Das Auenland kehrt zurück
Lokales Segeberg Das Auenland kehrt zurück
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22:16 11.05.2017
Von Einar Behn
Verbandsvorsteher Gerard Geuer zeigt auf die sich wieder schlängelnde Hardebek-Brokenlander Au. Quelle: Einar Behn
Hardebek.

 Seit den 1980er Jahren gibt es Bemühungen die zuvor begradigten Fließgewässer wieder zu natürlichen Auen umzugestalten, die sich durch die Landschaft schlängeln und zum Lebensraum für eine vielfältige Flora und Fauna werden.

Doch es ist ein zähes Geschäft bis heute. Davon kann auch Gerard Geuer berichten. Als Vorsitzender des Gewässerpflegeverbandes (GPV) muss er mit den Landwirten verhandeln, um die Uferrandstreifen für den mäandrierenden Flusslauf zu erwerben. In der Regel kauft nicht der Verband sondern die Landesstiftung Naturschutz die Wiesen. Sie ermöglicht dem Verband die Umgestaltung der Au und verpachtet die Flächen dann an Viehhalter für eine extensive Nutzung.

Auf rund elf Kilometer Länge ist das gelungen. 4,8 Kilometer schlängelt sich nun die Hardebek-Brokenlander Au durch die Landschaft, auf gleicher Länge die Wiemersdorfer Au. Die Fuhlenbek bekam auf 1,5 Kilometer Länge einen natürlichen Lauf. Rund ein Jahr dauerten die Arbeiten.  Je nach Bodenbeschaffenheit mussten die Ufer gestaltet werden. „Auf sandigem Untergrund war das besonders heikel, es soll ja nicht abrutschen“, erklärte der Verbandschef. Insgesamt wurden 60000 Kubikmeter Boden bewegt, das sind rund 6000 Treckeranhänger. Der Boden fiel an, weil die Auen durch ihr kurvenreiches Flussbett um rund 700 Meter länger wurden. Rund 20000 Kubikmeter Erde musste auf Äcker verteilt werden.

2000 Erlen und Flatterulmen wurden an den Ufern gepflanzt. Mit ihren Wurzeln werden sie die Ufer stabilisieren. An Stellen, wo die Auen ihren geraden Lauf behalten mussten, lies der Gewässerverband im Fluss aus Steinen, Buschwerk und Erde Fischunterstände anlegen. Die Fische können unter diese Vorsprünge schwimmen und dort laichen.

Die Umgestaltung der drei Auen kostete inklusive Planung rund 1,3 Millionen Euro, zum größten Teil EU-Geld. „Der Kreis Segeberg ist sehr kooperativ bei der Genehmigung“, hat Geuer festgestellt. Er hatte den GPV zu der zu der naturnahen Auengestaltung „angewiesen.“

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