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Segeberg Mit 23 Jahre alten Volvo um die Ostsee
Lokales Segeberg Mit 23 Jahre alten Volvo um die Ostsee
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18:16 12.03.2018
Von Einar Behn
Dieter und Regina Kleingarn wollen im Juni mit ihrem 23 Jahren alten Volvo 850 an der Baltic Sea Circle teilnehmen. Quelle: Einar Behn
Hasenkrug

Sie ist die wohl nördlichste Oldtimer-Rallye der Welt. Doch die Autos, die dort zum Einsatz kommen, sind keine chromblitzenden Schmuckstücke. Maximal 2500 Euro dürfen die Autos kosten.

Die Rallye startet am 16. Juni am Hamburger Fischmarkt. Exotische Autos kommen dort jedes Jahr zusammen. Ladas aus Sowjetzeiten, ausrangierte Militärfahrzeuge, bunt beklebte Mercedes-Nobellimousinen, die ihre besten Tage hinter sich haben. Auf dem Dach türmt sich das Gepäck für 16 Tage, denn genauso lange haben die Teilnehmer Zeit, die Ostsee im Uhrzeigersinn zu umrunden.

„Wir sind darauf aufmerksam geworden, weil wir die Autos zufällig im letzten Jahr auf Fehmarn gesehen hatten, wo sie nach Skandinavien übersetzen wollten“, erzählt Dieter Kleingarn (58). „Die urigen Gefährte haben uns sofort inspiriert, auch mal mitzumachen.“ Er und seine Frau Regina lieben ohnehin den ungewöhnlichen Urlaub. Mit einem vor Ort gekauften Auto durch Neuseeland und Australien fahren, das zählt zu ihren Leidenschaften. Zuhause in der Garage steht auch ein 30 Jahre alter VW Bus, mit dem sie durch die Lande touren. Doch für die Ostsee-Rallye ist der Oldtimer viel zu schade. Das Material wird nämlich auf eine harte Probe gestellt. Oben, jenseits des Polarkreises, muss auch schon mal über Schotterpisten gefahren werden.

Von Hamburg geht es zunächst durch Schweden und Norwegen zu den Lofoten. „Wie wir dort hinkommen, ist uns überlassen“, erzählt Kleingarn. „Die Autobahn sollen wir nicht nehmen, das ist Ehrensache.“ Und das Navigationsgerät muss ebenfalls ausbleiben. Das Handy darf aber mit. Das ist sogar notwendig, denn der Veranstalter, der Superlative Adventure Club in Hamburg-Winterhude, überwacht die Teilnehmer mittels der Smartphones, die dafür eine spezielle App bekommen. Verloren geht unterwegs also niemand. Aber auf sich gestellt sind die Teilnehmer dennoch. Die Schlafquartiere sind nicht vorgebucht und weil die Hotels am Nordkap rar sind, hat sich das Paar eine Schlaffläche in ihrem Volvo aus Holz gebaut. Auf dem Dach befindet sich ein mit Holz verstärkter Dachgepäckträger, auf dem neben dem Gepäck auch zwei Ersatzräder Platz finden. Und zwei Holzfische. Das Duo hat nämlich den Team-Namen: Fischköppe. „Die Süddeutschen nennen uns Norddeutsche ja gerne so.“

Aber was ist, wenn der 2,5-Liter-Benziner mal streikt? „Selber machen kann ich nicht viel“, gesteht Dieter Kleingarn. Er arbeitet in der Medizin-Technik, seine Frau ist Hauswirtschaftlerin in einem Kindergarten. „Aber es gibt einen Ehrenkodex unter den Fahrern, dass man sich gegenseitig hilft.

Das Ganze ist auch noch mit einem wohltätigen Zweck verbunden. Jede Mannschaft muss bis zum Start 750 Euro Spendengeld zusammenbringen; wofür das Geld bestimmt ist, können sie sich selbst aussuchen. Kleingarns haben die Kindertafel in Neumünster gewählt. „Wir kennen sie durch unsere Tochter, die dort als Schülerin mal als Sozialprojekt gearbeitet hat. Die machen wirklich eine tolle Arbeit“, sagt Regina Kleingarn.

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