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Segeberg Expertin soll Spielplatzaffäre aufklären
Lokales Segeberg Expertin soll Spielplatzaffäre aufklären
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07:00 28.09.2018
Von Einar Behn
Ausgerechnet im Bürgermeisterwahlkampf wurden die Vorgänge um den Spielplatz, der hier entstehen soll, bekannt. Jetzt soll eine Rechtsanwältin Licht ins Dunkel bringen. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

 Im Frühjahr war bekannt geworden, dass die Verwaltung bereits 2016 die Erschließungsgesellschaft des Wohnparks Bissenmoor aus ihren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Stadt entlassen hatte. Unter anderem hatte sich das Unternehmen verpflichtet, das im Jahr 2000 erschlossene Neubaugebiet mit vier Spielplätzen auszustatten, darunter eine größere Anlage. Bisher gibt es aber nur einen Spielplatz. Allerdings gab es Ausgleichszahlungen durch die Vertragsauflösung an die Stadt, von denen rund 100.000 Euro für den Spielplatzbau noch zur Verfügung stehen. Bisher ungeklärt ist, warum die Stadt sich auf diesen Handel einließ. Der Spielplatz wird nämlich deutlich teurer, der Steuerzahler muss wohl 100.000 Euro zuschießen. Die Bauarbeiten sollen in Kürze beginnen.

Ein ganzes Konvolut von Akten

Zur Segeberger Zeitung sagte Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach nach der Hauptausschusssitzung: „Es gibt nicht eine Akte im Rathaus darüber sondern ein ganzes Konvolut.“ Mit der Erschließungsgesellschaft sei in den gesamten 16 Jahren mehrfach verhandelt worden. Zwar sei 1999 ein von großem Optimismus geprägter städtebaulicher Vertrag geschlossen worden. Doch vieles sei „von Anfang an darin nicht klar geregelt gewesen“, so Kütbach. Er erinnerte daran, dass der Wohn- und Golfpark Gut Bissenmoor bereits 2004 hätte komplett besiedelt sein sollen. Bis heute sind jedoch nicht alle Grundstücke bebaut.

Die Investoren seien damals in eine wirtschaftlich schwierige Lage geraten, wodurch die Stadt ihre Forderungen nicht habe durchsetzen können. Komplizierter sei die Lage auch dadurch geworden, dass noch ein weiteres Unternehmen in die vertraglichen Verpflichtungen eingestiegen sei, so der Bürgermeister. Er sagt, die Stadtverwaltung habe das Maximum herausgeholt, mehr sei nicht möglich gewesen. Auch dazu soll die Expertin eine Einschätzung abgeben.

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