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Segeberg Streit um Lärm durch Sportschützen
Lokales Segeberg Streit um Lärm durch Sportschützen
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20:03 21.11.2018
Von Nicole Scholmann
Uwe Lembcke ärgert sich über den Schießlärm, der durch stärkere Munition auf der Schießanlage der Schützengilde verursacht wird. Quelle: Nicole Scholmann
Henstedt-Ulzburg

Uwe Lembcke aus der Gartenstraße ist einer der Anwohner, die sich seit langem mit dem Thema befassen. Mit dem „normalen“ Geräuschpegel, den das Training der Schützengilde verursacht, kommt Lembcke klar, ihn stören allerdings spezielle Schüsse. Donnerstagsabends und sonnabends sei es am Schlimmsten, erzählt der 69-Jährige. Nach eigener Recherche und dem mehrfachen Besuch der Schießanlage hatte Lembcke festgestellt, dass seit 2016 ein weiterer Verein am Beckersberg ansässig ist: die Großkaliber Gemeinschaft Gadeland (GGG) mit Sitz in Ellerau. Ansprechpartner der GGG ist Andreas Breezmann – der ebenso die Schützengilde Beckersberg anführt. Zwar ist im Nutzungsvertrag zwischen der Gemeinde Henstedt-Ulzburg und der Schützengilde Beckersberg aus dem Jahr 1996 festgelegt, dass die Gilde verpflichtet ist, anderen örtlichen Vereinen die Anlage für sportliche Veranstaltungen zur Verfügung stellen muss – das gilt allerdings nicht für auswärtige Organisationen.

Bürgermeister Stefan Bauer sieht das entspannt: „Der überwiegende Teil der Großkaliber Gemeinschaft Gadeland ist Mitglied der Schützengilde Beckersberg.“ Das sei ihm von Breezmann mitgeteilt worden. Damit falle schon mal der Vorwurf, dass ein „fremder“ Verein die Anlage nutzt, weg. Auch seien die Schützen bemüht, das Thema Lärmbelästigung zu lösen. Breezmann war nach eigenen Angaben bei Nachforschungen auf einen Schießtunnel gestoßen, der das Knallgeräusch vor allem der Sportgewehre mindern soll. In Eigeninitiative hat er einen dieser sonst über 4000 Euro teuren Tunnel nachgebaut und ihn durch einen Sachverständigen abnehmen lassen. Der Tunnel, durch den der Schütze schießen muss, ist mehrere Zentimeter dick gedämmt.

Gute Nachricht hat Bürgermeister Bauer für die Anwohner: In den kommenden Wochen wird – so der Verwaltungschef – ein neues Schallgutachten auf die Beine gestellt. Zu dieser Jahreszeit, wenn das Laub gefallen ist, sei es sinnvoller, als bei voller Belaubung der zahlreichen Bäume am Gelände, die Geräuschbelastung der Nachbarschaft zu untersuchen. Mit einem Ergebnis rechnet Bauer etwa zu Mitte des kommenden Jahres.

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