Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Minister schaut beim Mittelstand rein
Lokales Segeberg Minister schaut beim Mittelstand rein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:13 17.08.2018
Von Nicole Scholmann
Minister Bernd Buchholz (Mitte) und der Präsident der Handwerkskammer Lübeck, Günther Stapelfeldt (rechts), ließen sich von Unternehmer Mathias Herrde seinen Betrieb zeigen. Quelle: Nicole Scholmann
Henstedt-Ulzburg

 MTH fertigt Anlagen an, mit denen Kunststoffteile per Ultraschall miteinander verschweißt werden. Statt sie zu verschrauben, werden die Einzelteile verschweißt und so verbunden. Kunden sind große Automobilhersteller und -zulieferer – und das in der ganzen Welt. „Aus einem Handwerker ist ein Champion geworden“, sagte Buchholz anerkennend in Richtung Mathias Herrde. Das Henstedt-Ulzburger Unternehmen macht nach eigenen Angaben im Jahr 1,8 Millionen Euro Umsatz.

Unternehmer hatte schon früh die Geschäftsidee

Herrde ist gelernter Feinmechaniker und hat bereits früh seine Meisterprüfung absolviert. Nachdem er zehn Jahre lang in einer Ellerauer Firma tätig gewesen war, wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit. „Ich hatte eine Vision“, berichtete Herrde. Er habe bereits damals die Geschäftsidee im Kopf gehabt. Nachdem Herrde kurz nach der Wende zunächst in Mecklenburg-Vorpommern eine Firma gründete, wechselte er 1997 nach Henstedt-Ulzburg. Zwei Jahre später folgte der Neubau am Tiedenkamp 6, wo stetig angebaut wurde.

Wie viele andere Unternehmer auch, ist Herrde stets auf der Suche nach Fachkräften. Unzufrieden ist der Firmenchef mit der Art der Ausbildung. Die Handwerkskammer Lübeck, so Herrde, müsse die Ausbildungsabläufe anders organisieren, damit junge Menschen Spaß an ihrer Tätigkeit hätten. Bei ihm besteht die Möglichkeit, Mechatroniker zu werden. „Für diesen Beruf gibt es verschiedene Tätigungsfelder“, beschrieb Herrde. Dem jungen Azubis müssten – so sein Vorschlag – beispielsweise im ersten halben Jahr diese Nischen gezeigt werden. Erst dann, so Herrde, wisse der Azubi, welcher Bereich „ihm liege“ und er gehe mit einer ganz anderen Motivation jeden Tag zur Arbeit. Wirtschaftsminister Buchholz verwies an die Verantwortlichen der Handwerkskammer. Die müssten die Ausbildungsordnung überdenken, forderte der Liberale.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Traum wurde Wirklichkeit: Mit vielen Gästen feierten am Donnerstagabend das Amt Kisdorf, die drei Gemeinden Sievershütten, Stuvenborn und Hüttblek, sowie der TuS Stusie und der eigens gegründete Verein "Halle für alle" die Einweihung der neuen Sporthalle. Der Wunsch ist jahrzehntealt.

Nicole Scholmann 17.08.2018
Segeberg Segeberger Storchenbilanz - Erneut zu wenig Jungvögel

Das zweite Mal in Folge geht das Storchenjahr im Kreis Segeberg nicht zufriedenstellend zu Ende für Holger Möckelmann, Storchenbeauftragter beim Nabu. Lediglich 47 Jungvögel sind diesen Sommer flügge geworden von 35 wild lebenden Storchenpaaren. 70 hätten es sein müssen. Schuld war die Hitze.

17.08.2018

Aufgeregt und mit zitternden Beinen sei er am Mittwochabend ins Schloss von Bad Bramstedt gegangen, erzählte Bürgermeisterkandidat Serhat Yilmaz. Er und seine Konkurrentin Verena Jeske stellten sich dort öffentlich den Grünen vor. Die gaben am Ende keinem von beiden eine Präferenz.

Sylvana Lublow 16.08.2018