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Segeberg Para Klinik: Chefärzte zeigen Flagge
Lokales Segeberg Para Klinik: Chefärzte zeigen Flagge
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18:30 08.02.2018
Von Nicole Scholmann
Ärzte der Paracelsus Klinik und Bürgermeister Stefan Bauer kämpfen für den Erhalt der Klinik am Standort Henstedt-Ulzburg. Quelle: Nicole Scholmann

„Bei uns ist der Patient keine Nummer, sondern ein Individuum“, betonte Dr. Matthias Helt. Er ist seit eineinhalb Jahren im Bereich Anästhesie der Paracelsus Klinik an der Wilstedter Straße tätig und kämpft nun – genau wie zahlreiche andere Chefärzte und Angestellte – um den Erhalt des Standortes. Die Zukunft der Paracelsus Gruppe mit Sitz in Osnabrück ist nach der Insolvenz unklar. Am kommenden Mittwoch will der Konzern, der übergangsweise von dem externen Geschäftsführer Dr. Reinhard Wichels geleitet wird, bekannt geben, was mit dem Standort Henstedt-Ulzburg passiert und welche Maßnahmen die Klinik aus der finanziellen Misere helfen sollen. Zahlreiche Chefärzte traten nun gemeinsam mit Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Stefan Bauer an die Öffentlichkeit, um sich für die Klinik einzusetzen.

Personal der Klinik ist motiviert

Die Chefärzte betonen die hohe Qualität der Leistungen, die in der Henstedt-Ulzburger Klinik geboten werde. „Das ist kein Wald- und Wiesenkrankenhaus“, sagte Helt. Vielmehr habe die Versorgung Universitäts-Niveau. Obwohl das Haus klein sei, sei das Personal hochqualifiziert und setze sich im übrigen auch nach der schlechten Nachricht im Dezember über die Insolvenz mit aller Kraft für die Patienten ein. „Wir stehen hinter dem Unternehmen und geschlossen hinter der Patientenversorgung“, betonte der ärztliche Leiter Dr. Jürgen Ropers. Es werde kein Kranker abgewiesen, „wir schicken keinen weg“. Trotz der Verwirrung und Unsicherheit seien die Mitarbeiter motiviert, „von der Putzfrau bis zum Chefarzt“.

Sönke Bax, leitender Arzt der Notaufnahme, berichtete, dass im Jahr gut und gerne 23.000 Notfälle in der Klinik behandelt werden. „Das ist schon eine ordentliche Summe“, erklärte er. Solidarisch zeigen sich auch die niedergelassenen Ärzte, die die Nähe und die kurzen Wege zur Klinik schätzen und ihren Patienten Fahrten nach Kiel oder Hamburg ersparen wollen.

Erhaltung des Standortes wichtig für Region

Einig sind die Betroffenen sich darin, dass letztlich nicht entscheidend sei, wer die Klinik betreibe, sondern dass der Standort erhalten bleibe. Die Paracelsus Klinik hat knapp 190 Betten. Dr. Thomas Schneider, Kinder- und Jugend-Gastroenterologe und Partnerarzt der Klinik, forderte die Öffentlichkeit auf, Stellung zu beziehen. „Bürger, es ist euer Krankenhaus!“, sagte er.

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