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Segeberg Initiative will Großbau verhindern
Lokales Segeberg Initiative will Großbau verhindern
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07:00 29.06.2018
Von Nicole Scholmann
Mit keiner beiden Vorschläge für den Neubau der Flüchtlingsunterkunft können die Nachbarn sich nicht anfreunden. Im Hintergrund die heutigen Schlichtwohnungen. Quelle: Nicole Scholmann
Henstedt-Ulzburg

Damit können sich viele Nachbarn im Bereich Lohekamp und Große Lohe nicht anfreunden. Sie bemängeln zum einen, dass die vorgesehenen Gebäude viel zu groß und wuchtig seien und zum anderen, dass die hohe Anzahl von Flüchtlingen konzentriert an einem Standort eine Integration in den deutschen Alltag erschweren würde, wenn nicht gar ausgeschlossen sei.

Einer der Sprecher der Bürgerinitiative ist Serkan Sever, der mit seiner Frau den letzten Bauplatz im Lohekamp – direkt angrenzend an das Gemeindegrundstück mit den Schlichtwohnungen – bebaut hat. Mit Erschrecken haben er und seine Mitstreiter die neuesten Unterlagen zur möglichen Bebauung der Unterkunft  durchgearbeitet. Vorgesehen sind Wohneinheiten, die sich für Vier-, Sechs- und Achtpersonenhaushalte eignen.

Neubau kostet 2,6 oder 2,8 Millionen Euro

Das Architektenbüro Nuckel aus Hamburg schlägt zwei Varianten vor, wie das Grundstück aus Sicht der Kommune optimal ausgenutzt werden könnte. Der erste Vorschlag ist ein zweigeschossiges Hauptgebäude mit einem separaten Technikraum und würde 2,6 Millionen Euro kosten. Die Variante zwei würde aus drei zweigeschossigen Baukörpern bestehen. Die Kosten schätzt das Planungsbüro auf 2,8 Millionen Euro.

Die Anwohner wollen nicht hinnehmen, dass sie möglicherweise bald auf wuchtige Gebäude gucken müssen. Zudem befürchten sie, dass 52 Flüchtlinge sich bevorzugt untereinander austauschen und eine Eingliederung in den Alltag der deutschen Kultur nicht stattfindet. In die rechte Ecke lassen die Nachbarn, die bereits jetzt einen Anwalt an ihrer Seite haben, sich nicht stellen. „Ich habe türkische Wurzeln. Es wäre lächerlich, mir Ausländerfeindlichkeit vorzuwerfen“, erklärt Serkan Sever.

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