10 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Hilfe für Kinder im Internet

Kreis Segeberg Hilfe für Kinder im Internet

Kinder fühlen sich oft hilflos und alleingelassen, wenn sie Probleme haben. Eine Initiative, ausgehend von der Polizeidirektion Flensburg, hilft den Kindern und Jugendlichen. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Partnern wurde eine Hilfeseite im Internet erstellt, jetzt auch für den Kreis Segeberg.

Voriger Artikel
Norma baut doch keinen Markt
Nächster Artikel
Wurde Flaths Erbe verschleudert?

Ein Klick auf das jeweilige Problem oder den Kreis Segeberg: Und schon laufen die Hilfeangebote ein. Kinder und Jugendliche können sich bei den angezeigten Beratungsstellen anonym und gratis per Email melden.

Kreis Segeberg. Dort finden die jungen Menschen unkompliziert, mit wenig Klicks, gratis und anonym viele nützliche Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Kontakte von qualifizierten Beratungsstellen, die ihnen helfen. „Kinder rufen nämlich nicht an oder suchen das Zimmer 13 in irgendeinem Rathaus auf, um sich Hilfe zu holen“, berichteten Webmaster Christian Offermann vom Kriminalpräventiven Rat Flensburg und Kerstin Ellendt von der Polizeidirektion Flensburg in einem Pressegespräch in Bad Segeberg.

 Um die jungen Menschen zu erreichen, orientierten sie sich daran, wie Kinder und Jugendliche heutzutage kommunizieren: per Internet. Seit 2008 werden die Seiten von www.hast-du-stress.de aufgebaut, erst im Raum Flensburg, dann in Schleswig-Holstein, und mittlerweile sogar bundesweit.

 Dass Hilfe nötig ist, weiß Polizeibeamtin Ellendt aus ihrer Arbeit. „Als wir die Kinder fragten, wo sie sich im Problemfall Hilfe holen, sagten sie uns: bei der Polizei oder bei der Super-Nanny“, also einer Frau, die im Fernsehen kriselnde Familien in der Erziehung beriet.

 Das Angebot der Internetseite ist mittlerweile so weit gefächert, dass selbst die Polizei darauf zurückgreift, wenn sie den jungen Menschen Hilfsangebote vermitteln will. Unterstützt im Kreis Segeberg und bundesweit wird das Projekt vom Round Table, einem Club für gemeinnützige Zwecke. Bad Segebergs Round-Table-Leiter Jan Schüler plant die Entwicklung einer App, die auch über Smartphones nutzbar sein wird. Außerdem soll in Schulen für die Internetseite geworben werden.

 Landrätin Jutta Hartwieg unterstützte das Projekt. Kreisjugendschützerin Marion Laaser half, Beratungsstellen mit ins Boot zu holen. Die Liste wird ständig erweitert. Sie ist sortiert nach Orten und nach den Problemen, die die jungen Menschen haben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung