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Segeberg Hochbetrieb in der Wichtelwerkstatt
Lokales Segeberg Hochbetrieb in der Wichtelwerkstatt
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19:38 28.11.2018
Jeden Tag kommen die Damen vom Bastelkreis Wittenborn zusammen. Darunter auch Angelika Micheel. "Dieses Jahr haben wir viel mit Rehen." Quelle: Nadine Materne
Wittenborn

In einer der drei Duschen des Hauses, in dem auch der Weihnachsbasar stattfindet am Sonntag, lagern kistenweise Dekorationsartikel für Tische, Fenster und Weihnachtsbäume. Es ist das Ergebnis aus zwei Jahren wöchentlichen Basteltreffen. In den letzten drei Wochen vor dem großen Markt alle zwei Jahre geht es bei der Bastelgruppe zu wie in der sprichwörtlichen Weihnachtswerkstatt. Jeden Tag kommen die kreativen Frauen zusammen. Vom frühen Nachmittag bis in den späten Abend hinein.

Es duftet nach frischen Tannenzweigen im Erdgeschoss in der Kranzproduktion. Es ist der Endspurt vor dem großen Tag. Vera Pablak, seit 30 Jahren mit im Team, schneidet Tannenzweige, genau wie Gabriele Messer, seit 20 Jahren „Weihnachtswichtel“ in Wittenborn. „Die Zweige bekommen wir geschenkt“, sagt Pablak. „Sonst wäre das nicht bezahlbar.“

Seit 40 Jahren wird der Erlös an die Lebenshilfe gespendet

Gut ein Dutzend Helferinnen hat das Team noch. Es seien mal mehr gewesen. „Gegründet haben die Bastelgruppe mal die CDU-Frauen, die zusammengesessen haben, wenn die Männer Sitzung hatten“, berichtet Monika Hedtke, Leiterin der Bastelgruppe. Verkauft wurden die Ergebnisse damals – 1978 – zugunsten der Lebenshilfe. So ist es auch noch heute. Fast 12 000 Euro wurden das letzte Mal vor zwei Jahren eingenommen. „Das Geld ist zweckgebunden und soll für Ausflüge mit den Behinderten genutzt werden“, erklärt Hedtkes Stellvertreterin Kirsten Wilfert. Ein kleiner Teil des Geldes fließt jedes Mal zudem in ein Wittenborner Projekt.

Dafür sitzen die kreativen Damen in der Regel montags – ob Sommer oder Winter – ab 19.30 Uhr zusammen. „Es ist gesellig“, sagt Svea Lüthje, während sie einen Kranz bindet. „Ich bin eigentlich gar nicht der Basteltyp“, sagt sie. Und überhaupt habe sie an diesem Tag ihren ersten Kranz gebunden. „So schwer ist das nicht.“

Auch wer nicht mitbastelt kann den Frauen beim Basar helfen mit einer Kuchenspende fürs Buffet. Schon jetzt verspricht es reichhaltig zu werden. Auf ihrem Zettel hat Kirsten Wilfert 30 Namen stehen, die backen wollen. Dazu werde auch Suppe ausgeschenkt. Und es wird Waffeln geben.

Traditionelle Dekoration mit Naturmaterialien

Bis zur letzten Minute wird aber gewerkelt. Die fertigen Kränze von Lüthje und Mitstreiterin Kerstin Möck werden dann zum Schmücken in die erste Etage gebracht. In die „Wichtelwerkstatt“. Hier riecht es nach Klebstoff der Heißklebepistole von Angelika Micheel. Die Regale an den Wänden sind gefüllt mit Dekomaterialien. Kugeln, Schleifenband, Kerzen, kleine Figuren. „Auch das bekommen wir alles gespendet“, sagt Monika Hedtke.

Der Verkauf am Sonntag im und am Sportlerheim beginnt 10 Uhr. Der Basar ist bis 18 Uhr geöffnet. 

Vor dem großen Basar in Wittenborn am 1. Adventssonntag basteln die Damen im Akkord.

Von Nadine Materne

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