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Segeberg Eier-Produzent wehrt sich gegen Vorwürfe
Lokales Segeberg Eier-Produzent wehrt sich gegen Vorwürfe
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19:29 21.08.2017
Von Michael Stamp
Christian Spahr und Tochter Astrid sind betroffen, dass ihr Fahrenkruger Hof mit verschimmelten Eiern in Zusammenhang gebracht wird. Sie hatten die Eier wegen eines Engpasses von einem zertifizierten Händler in Niedersachsen gekauft. Quelle: Michael Stamp
Fahrenkrug

Seit Jahrzehnten hat der Hof Spahr einen hervorragenden Ruf. Die Eier sind für Frische und Qualität bekannt; der vor 151 Jahren gegründete Betrieb wurde für seine Tierhaltung ausgezeichnet. Die Hühner leben dort ausschließlich in Boden- und Freilandhaltung. Auch Bio-Eier sind seit einigen Jahren im Angebot.

Das jetzige Problem entstand durch heftige Turbulenzen in der Branche. "Durch den aktuellen Fipronil-Skandal kam es zu einer überraschend hohen Nachfrage nach Bio-Eiern", erklärt Christian Spahr. Tochter Astrid ergänzt: "Ausgerechnet zu dieser Zeit stand einer unserer beiden Bio-Ställe leer." 3000 der 6000 im Bio-Standard gehaltenen Hühner wurden gerade gegen junge Legehennen ausgetauscht.

Um ihre Kunden weiterhin beliefern zu können und nicht das Ausweichen von Lebensmittelhändlern auf andere Erzeuger zu riskieren, kauften die Spahrs am 28. Juli einen Posten von 7200 Eiern bei einem Großhändler in Visbek bei Bremen dazu. Die Ware stammte von einem Betrieb in der Nähe von Osnabrück. Das Unternehmen schickte per Fax seine Zertifikate für Bio-Eier und eine Kontrollierte Alternative Tierhaltung. Spahr: "Das war alles in Ordnung. Als die Lieferung kam, haben wir jedes einzelne Ei in der Hand gehabt."

Offenbar stimmte aber zumindest bei einigen der Eier das vom Erzeuger angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum nicht - und die Eier hatten einen Weg über diverse Zwischenhändler mit Hunderten von Kilometern an Transportwegen hinter sich. "Das war ein richtiger Betrug", sagt Christian Spahr. Die Fahrenkruger lieferten die Eier unter anderem an Edeka-Märkte in Hamburg aus - und dort fand ein Kunde verschimmelte Eier in seiner Packung vor. Insgesamt haben sich nach Worten von Astrid Spahr vier Kunden über verdorbene Ware beschwert.

Die Spahrs unternahmen umgehend eine Rundfahrt zu den Supermärkten, die in Schleswig-Holstein und Hamburg die Fahrenkruger Eier im Sortiment haben. Die Reaktionen seien sehr verständnisvoll gewesen. Künftig will die Familie darüber informieren, sobald sie Eier zukauft - auch wenn das in der Branche eben nicht der gängige Weg sei. Christian Spahr: "Wir wollen unseren guten Namen zurück."

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