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Segeberg Strandbad bereit für die Saison
Lokales Segeberg Strandbad bereit für die Saison
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18:30 13.05.2016
Von Michael Stamp
Die Badeinsel wurde in den Wintermonaten gründlich aufgefrischt. So tauschte Rüdiger Ostwald gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern viele Pfosten, Griffe und Geländer aus. Quelle: Michael Stamp
Bad Segeberg

In dieser Zeit haben sich immerhin rund 300 Badegäste ins kühle Nass gestürzt. Sie planschen jetzt übrigens deutlich sicherer, denn der Betreiberverein hat ein nagelneues Rettungs-Kanu angeschafft, mit dem im Notfall innerhalb kürzester Zeit Hilfe geleistet werden soll.

 Seit vergangenem Jahr wird das Strandbad nicht mehr von der Stadt oder die frühere Mittelzentrums-Holding (MZH), sondern von Privatleuten betrieben. Der „Förderverein Ihlsee-Strandbad“ um die Vorsitzende Tete Simonsen kann eine beachtliche Bilanz vorweisen: 13000 Badegäste wurden 2015 gezählt; es wurden rund 700 Jahreskarten verkauft, und der Verein hat 200 Mitglieder.

 Außerdem wurde ein „Mann für alle Fälle“ gefunden, der sich hauptamtlich um das Strandbad kümmert: Rüdiger Ostwald. Er hatte im Winter mehr als gut zu tun. Das größte Projekt war die Sanierung der beliebten Badeinsel mit Rutsche und Drei-Meter-Sprungturm. „Ich wollte eigentlich nur ein paar Pfosten erneuern“, schilderte Ostwald gestern. Aber dann merkte er, dass deutlich mehr zu tun war.

 So wurde nun nicht nur die Rutsche mit neuen Griffen und Geländern aufgearbeitet, auch der Sprungturm aus Beton wurde vollständig saniert. Die ehemals blauen und angerosteten Metallrohre sind glänzenden Edelstahlkonstruktionen gewichen.

 Doch auch anderswo hat sich im Strandbad viel getan. Die von Unbekannten geklauten Bojen wurden ersetzt – und jetzt gibt es sogar eine weiße Wendeboje, die den Punkt markiert, bis zu dem die Badegäste hinausschwimmen dürfen. Die Kette, die den Nichtschwimmerbereich von den tieferen Seebereichen abtrennt, wurde auch aufgearbeitet. Neue Holzpalisaden und eine Freiluft-Dusche, die auf Knopfdruck statt unbegrenzter Zeit nur noch für jeweils zehn Sekunden Wasser abgibt, zählen auch zu den Neuerungen. Rüdiger Ostwald hatte ehrenamtliche Unterstützung durch Melanie Molt, Sven Burmeister und weitere Helfer.

 Besonders stolz ist der Vereinsvorstand aber auf das Kanu, das mit Champagner auf den Namen „Lilly“ getauft wurde und damit so heißt wie die putzige Dackeldame von Tete Simonsen. Das alte Boot war schon sehr in die Jahre gekommen.

 Geöffnet hat das Strandbad bis Ende September jeweils von 9 bis 19 Uhr. Die Badezeit endet um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 2 Euro pro Person – egal, ob Kind oder Erwachsener. Schließlich kann der Kassenautomat nicht unterscheiden, wie alt derjenige ist, der auf den Knopf drückt.

 An besonders sonnigen und damit besucherstarken Tagen wird zusätzlich die Kasse mit Personal besetzt. Hierfür werden noch weitere Ehrenamtler gesucht, die im Zwei-Stunden-Rhythmus dort arbeiten würden. Sie können sich bei Rüdiger Ostwald (Telefon 0151/40772421) melden.

 Geöffnet hat im Sommer auch wieder der im Stil einer Strandbar gestaltete Kiosk von „Essbar“-Betreiber Timo Skudlarz. Nähere Informationen zum Strandbad findet man im Internet unter www.ihlsee-strandbad.de. Man sollte die Adresse aber direkt in die Browserzeile eingeben und keine Suchmaschine nutzen, weil die Seite bislang nur schlecht gefunden wird.

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