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Segeberg Statt Jahreskarte gibt's einen Schlüssel
Lokales Segeberg Statt Jahreskarte gibt's einen Schlüssel
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12:02 31.07.2018
Von Jann Roolfs
Familie Warzecha genießt den Sommer im Freibad Wiemersdorf. Quelle: Jann Roolfs
Wiemersdorf

Wenn Sylvie Arndt aus Bad Bramstedt mit ihren drei Kindern ins Freibad geht, dann fährt sie nach Wiemersdorf. „Hier ist es für die kleinen Kinder netter“, findet sie; vor allem ist es für sie einfacher: „Man kann sie besser im Blick behalten, das macht das Ganze entspannter.“ Arndt ist heute mit ihrem vierjährigen Sohn und ihrer neunjährigen Tochter gekommen, der Vater ist mit dem Baby einkaufen. Sie liegt auf ihrem Handtuch im Schatten einer Hecke, vor sich das Kinderbecken.

Arndts haben eine Jahreskarte fürs Wiemersdorfer Schwimmbad; dazu gibt es einen Schlüssel, der unabhängig von den Öffnungszeiten – die sind: täglich von 13 bis 18 Uhr – macht. „Vor allem vormittags“ nutzt Sylvie Arndt das aus.

Rutsche und Ein-Meter-Brett gibt es auch

Ein heißer Sommertag, die Liegefläche in Wiemersdorf wird vor allem im Schatten genutzt. Ein Sonnensegel schützt das Kinderbecken, dort planschen Kleine und ganz Kleine, Eltern steigen mit ins Wasser oder sitzen am Rand. Am großen Becken laden eine Rutsche und ein Ein-Meter-Brett zum Toben ein.

„Hier kann man rutschen und springen“, das gefällt dem zehnjährigen Nolan Pötzscher aus Wiemersdorf. Er ist Stammgast hier; die Familie wohnt um die Ecke, die Eltern haben Urlaub, da gehört der Besuch im Freibad zum „täglichen Programm“, sagt sein Vater Christian Pötzscher. Er guckt seiner einjährigen Tochter Ella zu, die sich mit Schwimmflügeln durch das seichte Wasser bewegt und gerade entzückt feststellt, dass sie in Rückenlage ihre Füße aus dem Wasser heben und angucken kann.

Am Kiosk gibt es die beliebten Naschitüten

„Bei 33 Grad ist alles außer Freibad unangenehm“, stellt Patrick Kahrau fest. Der Kellinghusener sitzt im Schatten eines Ahorns, neben sich drei Freunde. Einer kommt aus Wiemersdorf, die weiteste Anreise hat Christian Teuner, er wohnt in Dätgen bei Nortorf. Doch das Quartett kennt sich aus Kindertagen und seitdem baden sie hier jeden Sommer.

„Zwei davon, bitte."  „Von den Herzen?“ Das Mädchen im Badeanzug nickt, Heike Köhn greift mit ihrer Zange in die Plastikbox mit den Herzen und füllt zwei Stück in eine Papiertüte. Die „Naschitüte“ für einen Euro ist in ihrem Kiosk der Renner. „Die Kinder kennen mich alle unter ‚Heike‘“, erzählt sie.

Wasser wird von einer Biogasanlage erwärmt

Horst Freitag kassiert den Eintritt, 2,50 Euro für einen Erwachsenen, 1 Euro pro Kind.  Das Wasser ist übrigens beheizt, aus einer Biogasanlage, was für ein dörfliches Bad keinesfalls selbstverständlich ist.

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