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Segeberg Immer mehr Wölfe werden nachgewiesen
Lokales Segeberg Immer mehr Wölfe werden nachgewiesen
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11:02 25.07.2018
Von Einar Behn
Dieses Foto von einem Wolf schoss der Kieler Naturfotograf Thomas Hansen bei Bimöhlen. Quelle: Thomas Hansen
Bad Bramstedt

Der Schäfer möchte namentlich nicht genannt werden, weil noch nicht gesichert ist, dass seine Tiere Anfang Juli wirklich von einem Wolf gerissen wurden. Die Ergebnisse der DNA-Untersuchungen stehen noch aus, sagt auch Landes-Wolfsbetreuer Jens-Uwe Matzen aus Stolpe. Am  Wochenende waren dann wieder Schafe von einer Koppel entwichen des Bad Bramstedter Schafhalters entwichen. Die Wiese war mit einem zweilitzigen Elektrozaun gesichert, vor dem Schafe normalerweise zurückscheuen. Gerissen wurde am Wochenende allerdings keines der Schafe. Dennoch ist der Tierhalter sicher, dass erneut ein Wolf die Tiere wohl in Panik versetzt habe. Neben der Polizei war auch Wolfsbetreuer Matzen zu der Koppel gefahren. Er sagt: „Es ist keineswegs sicher, dass es ein Wolf war.“ Das Schafe können auch ausgerissen sein, weil es auf der Nachbarkoppel noch mehr Gras zum fressen gab, oder vielleicht hat auch ein streunender Hund sie aufgescheucht.“

Sicher ist aber, dass ein Wolf in der Gegend unterwegs ist. Am 5. Juli kam der Hobbyfotograf Thomas Hansen bei Bimöhlen, nur wenige Kilometer von der Schafkoppel in Bad Bramstedt entfernt, einen Wolf vor die Kamera.

Zuletzt wurde in Wolf in Groß Niendorf gefilmt

Im Mai dieses Jahres hatte zudem ein Großenasper Tierfilmer aus großer Nähe einen Wolf gefilmt.  In Hartenholm, keine zehn Kilometer von Bimöhlen entfernt, wurde im Juni ein Reh gerissen, zweifelsfrei von einem Wolf. Anhand von Speichelproben konnte das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) den Räuber nachweisen. „Da wir nur ganz geringe Mengen an Speichel für den DNA-Test zur Verfügung haben, ist der Nachweis sehr schwierig“, so Matzen

In Hartenholm wurde zudem gleich zweimal ein Wolf am 11. Juni fotografiert. Bei Schafhaus lief ein Wolf in eine Fotofalle. Jüngste Sichtung im Kreis Segeberg war in Groß Niendorf, wo ein Wolf gefilmt wurde.

Auffällige Häufung von Nachweisen

Das LLUR spricht mittlerweile von einer auffälligen Häufung von Wolfsnachweisen. Insgesamt wurde in Schleswig-Holstein seit dem 1. Mai, dem Beginn des sogenannten Monitoringjahres, in 30 Fällen Wölfe gesichtet oder durch DNA-Proben nachgewiesen, davon elf Mal im Kreis Segeberg. In Großenaspe, Bimöhlen, Hartenholm, Schafhaus, Hasenmoor, Groß Niendorf, Stuvenborn und Heidmühlen tauchten mindestens einmal Wölfe auf.

Was Naturschützer erfreut, findet der Schafhalter von Bad Bramstedt gar nicht gut. Stundenlang habe er am Sonntag seine Schafe wieder zusammentreiben müssen. Mittlerweile hat das LLUR einen elektrisch geladenen Netzzaun um die Koppel gezogen, den Wolf und Schaf angeblich nicht überwinden können. Auch eine Kamera wurde an der Koppel aufgestellt.

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