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Segeberg Explosive Stimmung bei der Feuerwehr
Lokales Segeberg Explosive Stimmung bei der Feuerwehr
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15:52 05.02.2019
Von Uwe Straehler-Pohl
Bürgermeisterin Verena Jeske gratulierte Wehrführer Kai Harms zur Wiederwahl. Von dem anonymen Brief war auf der Versammlung keine Rede. Quelle: Uwe Straehler-Pohl
Bad Bramstedt

Bei der Vorstandswahl hatte Harms mit Nils Böttger einen Gegenkandidaten. Harms erhielt 52 Ja-Stimmen von 85 stimmberechtigten Mitgliedern. Auf seinen Mitbewerber Nils Böttger entfielen 26 Stimmen. Sieben Stimmen waren ungültig. Bei der Wahl zum Stellvertreter kam es zu einem zweiten Wahlgang, da weder Stefan Rickert noch André Sommer die notwendige absolute Mehrheit im ersten Wahlgang erhielten. Schließlich konnte sich Stefan Rickert mit 44 Stimmen im zweiten Durchgang durchsetzen. Der bisherige Amtsinhaber Bernhard Schmidt hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

 Vor der Jahreshauptversammlung war an verschiedene Adressaten, darunter auch die Segeberger Zeitung, ein anonymes Schreiben gegangen, mit schweren Vorwürfen gegen Harms. Unterzeichnet ist es mit „20 Bramstedter Feuerwehrleute in Angst“. Harms, der auch Berufsfeuerwehrmann in Neumünster ist, wird darin wüst beschimpft. Er mobbe Kameraden und „kümmert sich um nichts.“ Auch wird in dem Brief angezweifelt, dass die Feuerwehr ein neues Gerätehaus benötigt. Besser sei es, den Kindergarten Mullewapp umziehen zu lassen und das Gelände der Lebenshilfe zu nutzen.

 Die Briefschreiber bezweifeln sogar, dass es eine Mängelliste der Unfallkasse für das Gerätehaus gibt. „Kein Stadtabgeordneter hat jemals einen Brief oder so was gesehen“, hieß es. Hans-Jürgen Kütbach, bis Donnerstag letzter Woche noch Bürgermeister, widersprach: „Das ist ein uraltes Papier. Es war die Grundlage für das Brandschutzgutachten und damit für die Entscheidung, ein neues Feuerwehrhaus zu bauen.“ Ohne diese Mängelliste wäre der Neubau auch nie vom Innenministerium in das Städtebauförderprogramm aufgenommen worden, so Kütbach

Auch Harms Mitbewerber, Nils Böttger kam in dem Brief nicht gut weg. „Wir müssen zwischen Pest und Cholera wählen“, heißt es in dem Brief.

In der Jahreshauptversammlung wurde kein Wort über diesen Brief verloren. Und, von der Segeberger Zeitung darauf angesprochen, beteuerte der Wehrführer, keine Kenntnis davon zu haben. „Das ist nicht schön, aber damit muss ich wohl leben“, sagte Harms. Er wolle den Brief nun innerhalb der Feuerwehr öffentlich machen und darüber diskutieren. 

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