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Segeberg Wieder keine Mehrheit im Ausschuss
Lokales Segeberg Wieder keine Mehrheit im Ausschuss
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16:24 29.09.2018
Von Birgit Panten
Auch beim erneuten Wahlvorgang konnte sich keiner der zur Wahl stehenden Kandidaten durchsetzen. Quelle: Birgit Panten
Itzstedt

Wie bereits bei zwei vorangegangenen Sitzungen an gleicher Stelle reichten die Ja-Stimmen für den Kandidaten der Christdemokraten nicht aus für die Mehrheit. Jürgen Lamp, Bürgermeister in Tangstedt, musste einsehen, dass sich wieder keine Mehrheit für ihn fand. Einmal war Maren Storjohann aus Seth durch die Christdemokraten vorgeschlagen worden und hatte zwei Wahlgänge verloren. Vor drei Wochen war es auch Lamp gewesen, der in drei Abstimmungen nicht gewählt wurde.

Über 34 Stimmen in dem Gremium verfügen die neun Christdemokraten aus sieben Ortschaften im Amtsbereich. Die Wählergemeinschaften hatten sich mit ihren sieben Vertretern zusammengeschlossen und stellen 21 Stimmen, SPD mit fünf Ausschussmitgliedern 17, Grüne und FDP haben jeweils einem Abgeordneten mit drei Stimmen. Diese gewichteten Stimmen werden erstmals nach der Kommunalwahl im Mai nach Größe der Gemeinde zugeteilt. Eine Splittung ist nicht vorgesehen. Eigentlich. Da im zweiten und dritten Wahlgang zwei Enthaltungen ausgezählt wurden, muss dieses aber rein rechnerisch passiert sein, da die Anzahl Drei die wenigsten an ein Amtsausschussmitglied vergebenen Stimmen sind.

Jeweils über 40 Nein-Stimmen

Für die Mehrheit spielte dies aber keine Rolle. 35 Ja- und 41 Neinstimmen im zweiten und dritten Wahlgang sowie 32 Ja- und 44 Neinstimmen im vierten Durchgang machten klar, dass Lamp auch nach einem interfraktionellen Gespräch vor zehn Tagen keine Mehrheit erwarten kann. Auf das gebundene Vorschlagsrecht als stärkste Fraktion wollen die Christdemokraten jedoch nicht verzichten. Es wäre auch ein Wahlverfahren nach dem Meiststimmenverfahren möglich.

Den Verlust von zwei Stimmen aus den eigenen Reihen nahm Lamp sportlich. „Jemand hat nicht kapiert, wie es geht“, vermutete er nach der Sitzung, die nach einstimmigem Beschluss nach vier Wahlgängen abgebrochen wurde. Nun ist Landrat Jan Peter Schröder am Zug. Denn Volker Bumann, der bisherige Amtsvorsteher, bleibt nur bis zum 15. Oktober kommissarisch im Amt. Danach wird der Landrat Personen für die Ämter des Vorstehers und zweier Stellvertreter einsetzen. Diese wird er nicht aus den Reihen der Amtsausschussmitglieder auswählen. Bei jeder weiteren Sitzung des Amtsausschusses wird immer wieder die Wahl des Amtsvorstehers neu auf die Tagesordnung gesetzt, bis es ein Ergebnis gibt.

Die Vorstellungen laufen also weiter. Für Zuschauer Uwe Fossemer allerdings ist der Vorhang gefallen. „Ich verlasse den Saal unter Protest und verlange meine Wählerstimme zurück“, rief er empört in die Reihen der Darsteller.  Er hält das gebundene Vorschlagsrecht für nicht demokratisch.  

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