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Segeberg JVA Norderstedt braucht mehr Zellen
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14:16 28.06.2018
Das Gefängnis in Norderstedt braucht mehr Zellen für Gefangene. Quelle: Felix Kästle/dpa (Symbolbild)
Norderstedt/Hamburg

Das Gefängnis Glasmoor in Norderstedt soll erweitert werden, denn Hamburg will dort im offenen Vollzug 41 Gefangene mehr unterbringen als bisher. Die Zahl der Haftplätze steigt von 209 auf 250. Justizsenator Till Steffen (Grüne) und Anstaltsleiterin Angela Biermann legten am Donnerstag den Grundstein für ein neues Hafthaus mit 108 Zellen, wie die Behörde mitteilte.

In einem alten Gefängnisgebäude soll die sogenannte Saalunterbringung mit bis zu acht Betten abgeschafft werden, so dass die Inhaftierten künftig nur noch in Einzel- oder Doppelzellen schlafen. Für die Modernisierung bis 2022 hat die Bürgerschaft 33,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Opposition kritisiert Kostenexplosion

Das Bauvorhaben in Glasmoor gehöre zum Programm seiner Behörde, den Justizvollzug ganz auf Resozialisierung auszurichten, sagte Steffen. „Der offene Justizvollzug ist ein wichtiges Angebot für Gefangene, damit sie den Weg zurück in die Gesellschaft leichter finden.“ Offener Vollzug bedeutet, dass die Gefangenen tagsüber außerhalb des Gefängnisses arbeiten und auch am Wochenende häufig Hafturlaub bekommen.

Die Opposition kritisierte eine „Kostenexplosion“ bei der Planung des Projekts. Ursprünglich habe die Modernisierung nur 16,9 Millionen Euro kosten sollen, jetzt sei sie fast doppelt so teuer, erklärte der justizpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Richard Seelmaecker.

Er hoffe „inständig, dass sich der Justizsenator dieses Mal nicht wieder verrechnet hat“. Auch die FDP-Fraktion kritisierte die Teuerung. „Was sich nicht wiederholen darf, ist eine Verdopplung der ursprünglichen Kostenschätzung“, sagte Fraktionschefin Anna von Treuenfels-Frowein.

Hamburger Gefängnis in Norderstedt

Die JVA Glasmoor liegt zwar auf dem Gebiet von Schleswig-Holstein, gehört aber zu Hamburg. Von den 209 Haftplätzen sind 190 für Männer und 19 für Frauen in einer eigenen Abteilung vorgesehen.

Von dpa

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