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Segeberg Für die Schüler zählt das Menschliche
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19:46 28.06.2018
Von Heinrich Pantel
Die deutsch-russische Gruppe bei einem Ausflug in Sotschi. Für ihre Gastfreundschaft erhielten die Russen von den Kaltenkirchenern Bestnoten. Quelle: Heinrich Pantel
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Kaltenkirchen

Sechs Schülerinnen und drei Schüler bildeten mit ihren Lehrerinnen Margarita Onken und Susanne Kleinwächter die Kaltenkirchener Gruppe, die sich über Moskau nach Sotschi auf den Weg gemacht hatte. Auf einem Elternabend informierte sie Schüler des nächsten Jahrgangs und deren Eltern über ihre Reise. Gleichzeitig wurde darum geworben, die gegenseitigen Besuche fortzusetzen.

Die Schüler tauschen sich über das Internet aus

Lara Wohlers aus dem elften Jahrgang sagte: „Ich bin dankbar dafür, dass ich die Chance bekommen habe, im Rahmen des Austausches nach Russland zu reisen. Wer in meinem Alter hat schon die Möglichkeit?“ Untergebracht waren die Kaltenkirchener in den Familien der Jugendlichen, für die sie vor einem halben Jahr selber die Gastgeber gewesen waren. Die 17-jährige Lara betonte: „Man wird dort total herzlich aufgenommen.“

Alle anderen bekräftigten die Beschreibung. Margarita Onken wies darauf hin, dass beide Seiten schon lange vor ihrer ersten Begegnung miteinander Kontakt aufgenommen hatten. In Zeiten des Internets sei das etwas sehr Einfaches. Auch die sprachliche Verständigung war kein Problem. „Wenn unser Russisch nicht reichte und es umgekehrt auf Deutsch auch nicht richtig klappte, halfen wir uns mit Englisch“, sagte sie.

Ein vielseitiges Programm in Moskau und Sotschi

Während ihrer Woche in Russland erlebten die Kaltenkirchener passend zum riesigen Land ein sehr vielfältiges Programm. Nach dem Flug bis Moskau durften bei einer Stippvisite in der 12-Millionen-Metropole die markantesten Punkte wie der Rote Platz und der Kreml nicht fehlen. Die Fahrt mit dem Zug zum rund 1600 Kilometer entfernten Sotschi lieferte eine Vorstellung von der Weite des größten Flächenstaates der Erde.

In Sotschi erlebten die Jugendlichen aus Kaltenkirchen neben einem Familientag und Ausflügen in die Stadt auch gymnasialen Schulunterricht. Der unterscheide sich nach dem ersten Eindruck gar nicht so sehr von dem in Deutschland, hieß es. Ähnlich sei auf jeden Fall die Zahl der wöchentlichen Stunden.

Herzliche Verabschiedung am Ende des Austauschs

Wurden auch politische Unterschiede thematisiert, die das Verhältnis beider Länder belasten? Das Politische sei nicht ihr Thema gewesen, meinte Lara Wohlers. „Nur das Menschliche zählte.“ Auf der Ebene hätte die Verständigung offensichtlich kaum besser sein können. Margarita Onken: „Beim Abschied flossen die Tränen. Auf beiden Seiten!“

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