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Segeberg Statt Kündigung Aufhebungsvertrag
Lokales Segeberg Statt Kündigung Aufhebungsvertrag
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12:04 03.11.2018
Von Einar Behn
Ein Aufhebungsvertrag soll sicherstellen, dass die Kinder nach dem Unterricht weiter versorgt bleiben. Quelle: Patrick Seeger
Bad Bramstedt.

Das klingt nicht nur freundlicher, der Kinderschutzbund kann so auch sicher stellen, dass alle 80 Mitarbeiter vom noch zu gründenden neuen Trägerverein übernommen werden.

Die Schulverbandsvertretung hatte mit den Stimmen der CDU-Stadtverordneten und der Umlandbürgermeister beschlossen, dem Kinderschutzbund als Träger der Offenen Ganztagsschule zum Schuljahr 2019/20 zu kündigen. Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach milderte den Beschluss dann aber umgehend ab, in dem er dem Kinderschutzbund einen Aufhebungsvertrag anbot. Dieser sieht die Möglichkeit vor, dass beide Seiten ihn wieder kündigen können. Das könnte zum Beispiel dann zum Tragen kommen, wenn die geplante Gründung eines neuen Trägervereins nicht gelingt. DKSB-Vorsitzende Karin Steffen betonte zudem, dass alle 80 Mitarbeiter vom neuen Verein übernommen werden sollen. Auch das sei vereinbart worden.

Der Umgangston war rauer geworden

 Anlass für den Schulverband, sich von dem Verein zu trennen, war dessen Wunsch, eine hauptamtliche Geschäftsführerin einzustellen. „Die Arbeit ist ehrenamtlich nicht zu schaffen“, begründete Vorsitzende Steffen den Antrag. Aber der fordernde Ton in dem Schreiben der Kinderschützer war offenbar nicht gut angekommen bei der Mehrheit der Schulverbandsvertreter. „Der Umgangston ist rauer geworden“, hat auch Kütbach festgestellt. Dass der Schulverband darauf gleich mit der Kündigung reagiert, hatte jedoch den Kinderschutzbund überrascht.

Geschäftsführerposten wird eingerichtet

Zurzeit gibt es mit Christina Leonhardt nur eine mit 30 Wochenstunden beschäftigte Koordinatorin, die das Kursusangebot an den Schulen organisiert. Eine Geschäftsführerin soll darüberhinaus beispielsweise auch das gesamte Abrechnungs- und Personalwesen bearbeiten. Das sah trotz des „rauen“ Tones auch die Verbandsvertretung ein. Leonhardt wird nun zur Geschäftsführerin mit höherer Stundenzahl und besserem Gehalt. Eine Koordinatorin soll zusätzlich noch eingestellt werden. Beide Kräfte, wie auch alle anderen Mitarbeiter, sollen dann zum nächsten Schuljahr zum neuen Verein wechseln. Die Gesamtkosten für die Offene Ganztagsschule belaufen sich auf jährlich rund 780.00 Euro.

Der neue Verein wird nur die Gemeinden des Schulverbandes als Mitglied haben. Bürger können nicht beitreten. So soll sichergestellt werden, dass der Verein eins zu eins die Beschlüsse der Schulverbandsvertretung umsetzt.

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