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Segeberg Knappe Mehrheit für neuen Bürgermeister
Lokales Segeberg Knappe Mehrheit für neuen Bürgermeister
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21:50 26.06.2018
Von Norbert Rochna
Dieses Triumvirat leitet nun die Geschicke der Gemeinde Klein Gladebrügge: Bürgermeister Volker Göttsche (Mitte), 1. Stellvertreter Gerd Diedrichsen (links) und 2. Stellvertreter Dietmar Krull. Quelle: Klaus J. Harm
Klein Gladebrüge

Die AWG hatte ihre drei, die AKW ihre vier Sitze behalten, die SPD war von zwei auf einen Sitz gefallen. Als neunter Gemeindevertreter war Waldemar Röhr als Einzelbewerber mit der größten Anzahl der Stimmen (177) gewählt worden. Er bildet mit der AKW eine Fraktion, die SPD-Gemeindevertreterin eine mit der AWG. Damit waren die Mehrheiten klar. Fünf Stimmen entfielen auf Göttsche von der AKW als Bürgermeister, vier auf Hansen. Göttsches erster Stellvertreter wurde Gerd Diedrichsen, zweiter Stellvertreter Dietmar Krull, der den Bürgermeister auch im Amtsausschuss vertritt.

 „Die A20 bleibt natürlich das vorrangige Thema für die Gemeinde, aber wir wollen auch versuchen, den Zusammenhalt der Bürger zu verstärken, indem wir zum Beispiel wieder ein Kindervogelschießen auf die Beine stellen wollen oder die Aktivitäten der Feuerwehr unterstützen.“ erklärte Göttsche. Außerdem sei die Entwicklung des neuen Baugebiets „Gänsekamp“, in dem zwischen Oldesloer und Traventhaler Straße 15 Häuser entstehen sollen, vorrangige Aufgabe, weil es deutlich mehr Bauwillige als Bauplätze gebe, sagte der neue Bürgermeister.

A20-Trasse bleibt wichtiges Thema

Ex-Bürgermeister Hansen teilte mit, dass er in Sachen Planung der A 20 als eine seiner letzten Amtshandlungen beim Bundesverwaltungsgericht einen „Güterichtertermin“ beantragt hatte. Das sei ein Verfahren ähnlich der Mediation, bei dem unter richterlicher Aufsicht versucht werden soll, im Vorverfahren eine Einigung herbeizuführen. Hier hatte das Bundesverwaltungsgericht allerdings mitgeteilt, das das Land Schleswig-Holstein in dem Parallelverfahren der Umweltschutzverbände bereits die Teilnahme an einem Güteverfahren abgelehnt hätte und daher keine Bestrebungen in dieser Richtung mehr verfolgt würden. Außerdem hatte das Gericht darauf hingewiesen, dass eine weitere Streckenvariante, die im weiteren Verlauf mit einer 400 Meter langen Brücke über den Mözener See führt „als einzige Variante die Planungsziele im Wesentlichen erreicht“.

Druck auf das Land wird erhöht

Nach einer teilweise hitzig geführten Diskussion beschloss die Gemeindevertretung, den Druck auf das Land vor dem Bundesverwaltungsgericht aufrechtzuerhalten, aber Gesprächsbereitschaft zu zeigen, um auszuloten, welche Optionen bestehen. Bürgermeister Göttsche meinte: „Ich habe mit Vertretern des Landes gesprochen, wir wollen versuchen, ohne viel Aufwand unsere Ziele zu erreichen.“ Alt-Bürgermeister Hansen warnte seinen Nachfolger: 20 Jahre Erfahrung im Kampf gegen die A20 hätten ihm gezeigt, dass das Land nicht zu Kompromissen bereit sei und nur vor Gericht ein faires Urteil zu erwarten sei.

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