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Segeberg "Tor zur Hölle" unter Wassermühle
Lokales Segeberg "Tor zur Hölle" unter Wassermühle
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11:06 20.01.2018
Von Gerrit Sponholz
Unter der alten Wassermühle in Klein Rönnau hat sich ein Soleaustritt aus dem Salzstock gebildet, der sich langsam durch den Beton frisst. Gemeindearbeiter Wladimir Gorbunev (links) und Bürgermeister Dietrich Herms haben das "Tor zur Hölle" geöffnet. Quelle: Klaus J. Harm
Klein Rönnau

Gemeindearbeiter Wladimir Gorbunev hebt eine Stahlplatte im Kellerboden an und gibt den Blick frei auf einen Sammelschacht. Darin laufen sechs Drainagerohre zusammen.

Beton schon angegriffen

Sie waren 2001 bei der Sanierung des Baudenkmals aus dem 17. Jahrhundert unter der östlichen Hälfte der Mühle verlegt worden, weil der Gebäudeteil abgesackt war und sich ein Riss im Bau der Wassermühle gebildet hatte. Der Betonschacht war damals mit einer angeblich säurefesten Beschichtung versehen worden. Jetzt hängt sie in Fetzen herunter. Auch der Beton ist schon angegriffen und bröselig.

Sole vom Kalkberg

Zugesetzt hat ihnen, vermutet Herms, das Drainagewasser. Es läuft aus den sechs Rohren mit deutlich mehr als einem Liter Wasser pro Sekunde heraus. Zwei Tauchpumpen befördern es in die Rönnau. Herms geht davon aus, dass es sich um Wasser aus der Segeberger Sole handelt. Obwohl diese im Bereich des Kalkbergs in der Nachbarstadt Bad Segeberg erst in einer Tiefe von 88 Metern anstehe, werde sie wohl in einigen Bereichen durch Spalten im Salzstock nach oben gedrückt. 

Fachleute suchen nun nach einer Lösung für das Problem. Möglicherweise könnte im Außenbereich ein vorgefertigter Edelstahl-Sammelbehälter im Erdreich versenkt werden. Die Drainagerohre würden einzeln dort hingeleitet.

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