Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Aus Ex-Pflegeheim soll Motel werden
Lokales Segeberg Aus Ex-Pflegeheim soll Motel werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:12 09.01.2019
Von Gerrit Sponholz
Das Pflegeheim Haus Diana in Seekamp (Gemeinde Seedorf, Kreis Segeberg) hatte im Sommer 2018 wegen Personalmangels schließen müssen. Quelle: Heike Schlüter/Archiv
Seedorf

Es soll sich an Fahrradurlauber, Motorradfahrer und auch an Menschen richten, die pflegebedürftig sind. Schäfer will gerne schon im Mai oder Juni loslegen.

Nutzungsänderung beantragen

Derzeit läuft ein Antragsverfahren bei der Kommune und den Behörden auf Nutzungsänderung, bestätigt Sarah Sangermann von der bisherigen Betreiberfamilie. Mutter Petra Sangermann hatte mit ihrer Tochter sowie weiteren 30 Voll- und Teilzeitkräften bis Mitte 2018 das Pflegeheim mit 30 Plätzen geführt. Doch wegen Personalmangels hatten sie aufgeben müssen. Ihre Vorfahren hatten das Gebäude, ein ehemaliges Hotel, 1972 gekauft und zum Alten- und Pflegeheim umgebaut. 

Der Fall hatte vor einem halben Jahr Schlagzeilen gemacht, weil er Beleg dafür war, wie schwierig es ist, im Pflegebereich Fachkräfte zu finden.

Petra Sangermann hatte zunächst die Idee, im Haus Wohnpflegegemeinschaften zu gründen. Um sie sollte sich ein ambulanter Pflegedienst kümmern. Die Personalanforderungen hierfür sind weniger rigide als bei einem Pflegeheim

Große Firma ergriff Initiative

Jetzt hat sich Andreas Schäfer aus Nahe der Sache angenommen. Er ist nach eigenen Angaben gelernter Krankenpfleger und beschäftigt rund 250 Kräfte in vier nördlichen Bundesländern. Sie pflegen nach seinen Angaben vorort schwerstpflegebedürftige Menschen. Das Pflegenotfallteam von Schäfer hat seinen Sitz im Levo-Park in Bad Segeberg, der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne an der B206/A21.

Koordinieren soll den Neuaufbau im Haus Diana in Seekamp die frühere Heimbetreiberin Petra Sangermann, sagt Schäfer. Er habe sie eingestellt. 

Das Verfahren für die Nutzungsänderung steht noch ganz am Anfang, sagt Seedorfs Bürgermeister Gerd Lentföhr. Das Problem dabei: Die frühere Betriebsgenehmigung sei abgelaufen, und die Immobilie liege im Außenbereich. Prinzipiell habe die Gemeindevertretung schon ihre Bereitschaft signalisiert, ein Verfahren mit anzuschieben.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bis Anfang Januar hatten Gemeinden und Bürger Gelegenheit, Stellungnahmen zu den Windenergieplänen bei der Landesregierung abzugeben. Die Hitzhusener Initiative „Lebenswertes Auenland“ fuhr mit einer Delegation nach Kiel zum Landesplanungsamt. Dort übergab die Gruppe 120 Protestnoten.

Uwe Straehler-Pohl 08.01.2019

Die Wählergemeinschaft WHU in Henstedt-Ulzburg mit Fraktionsvorsitzenden Karin Honerlah an der Spitze ist enttäuscht über das Verhalten der Neu-Grünen. Sie wollen ihre WHU-Mandate mitnehmen und im Februar eine eigene Fraktion bilden. Die WHU wirft ihnen Wählertäuschung vor.

Nicole Scholmann 08.01.2019

Ein Eigenheim zu bauen ist immer mit Stress verbunden, das weiß jeder, der das hinter sich hat. Der Bad Bramstedter B. Kof kann davon ein besonderes Lied singen. Zwei teure Architektenpläne hat er schon im Rathaus eingereicht. Vergeblich: Die Stadt pocht auf einen antiquierten Bebauungsplan.

Einar Behn 08.01.2019