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Segeberg Paare müssen auf Dörfer ausweichen
Lokales Segeberg Paare müssen auf Dörfer ausweichen
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10:06 11.08.2018
Von Gerrit Sponholz
2015 hatten Hanna Kohnert und der Däne Martin Hagstedt Rasmussen im Torhaus in Seedorf geheiratet. Quelle: Archiv
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Kreis Segeberg

Das verstärkt einen Trend. Immer mehr in Mode kommen Zeremonien in historischen Gemäuern, meist in Dörfern gelegen, etwa auf Gutshöfen wie in Pronstorf.

In der historischen Wassermühle in Klein Rönnau wird Bürgermeister Dietrich Herms am 18. August zwei Paare trauen. Pro Hochzeit rechnet er mit zwei Stunden. Das gibt einen Zeitpuffer zwischen den Trauungen. „Damit sich beide Hochzeitsgesellschaften nicht auf den Füßen stehen.“ Geld erhält er dafür nicht, nur 25 Euro Sitzungsgeld pro Trauung.

Schon rund 500 Paare getraut

In den vergangenen knapp zehn Jahren habe er schon rund 500 Paare verheiratet. „Meist kommen sie von außerhalb, auch aus Hamburg.“

Seedorfs Bürgermeister Gerd Lentföhr ist am 18. August ebenfalls zwei Mal gefordert. Anders als im Standesamt Bad Segeberg könne man im Torhaus in Seedorf auch Freitagnachmittag und am Sonnabend getraut werden. „Das kostet 200 Euro extra.“ Hinzu kämen 150 Euro Gebühr für die Nutzung des Torhauses. In gut fünf Jahren habe er rund 40 Paare getraut. Dies sei Teil des Fremdenverkehrs. Denn oft würde hinterher im Dorf gefeiert, etwa in der Turmschänke nebenan.

Extra-Gebühren fallen an

Viel beschäftigt als Traubeamter ist auch Udo Bardowicks in Traventhal. Dort steht mit einem privaten Gutshaus ein schönes Ambiente zur Verfügung. Bislang hat der Bürgermeister eine Reservierung für den 18. August. In über fünf Jahren habe er 80 Mal seinen standesamtlichen Segen gegeben. Die Gemeinde erhalte jeweils 100 Euro Gebühr von den Paaren. Weil er seine Freizeit opfert, hat er sich vorbehalten, die Zweckverwendung zu steuern. Das Geld wurde für soziale Zwecke eingesetzt, etwa für Jugendfeuerwehr, Konfi-Teamer und Voltigierer.

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