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Segeberg Kreis will Familien Urlaub mit bezahlen
Lokales Segeberg Kreis will Familien Urlaub mit bezahlen
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06:34 14.03.2019
Von Gerrit Sponholz
Eine große Reise ist für viele Familien unerschwinglich. Beim Kreis Segeberg kann nun ein Zuschuss beantragt werden. Quelle: dpa Grubitzsch
Bad Segeberg

Ziel ist es, auch finanziell leistungsschwachen Eltern einen gemeinsamen Familienurlaub mit ihren Kindern zu ermöglichen. Bis 31. Oktober können Familien beim Kreis, beziehungsweise der Stadt Norderstedt, einen Zuschuss für ihren Urlaub für das gesamte Kalenderjahr beantragen.

Bis 14 Urlaubstage

Der Familienurlaub muss bis zum 31. Dezember begonnen werden. Für mindestens sieben und maximal 14 Urlaubstage inklusive An- und Abreise sind Zuschüsse möglich. 

Gefördert wird bis zu 15 Euro pro Familienmitglied und Reisetag, teilte der Kreis mit. Die Jugendferienwerksrichtlinie gilt seit Juni 2017 und ist zunächst bis Ende Mai 2020 befristet. Zuvor waren nur die Teilnahmen von Kindern und Jugendlichen an Ferien- und Freizeitmaßnahmen von freien und öffentlichen Trägern der Jugendhilfe gefördert worden; jetzt sind es auch Urlaube für die komplette Familie.

Geld für Unterkunft, An- und Abreise

Als Familien gelten dabei alle Erziehungsberechtigten (einzeln oder als Paar) mit mindestens einem Kind. Geld gibt es generell für die Unterkunft sowie die An- und Abreise, nicht jedoch für die Verpflegung und andere Nebenkosten. „Die Familien müssen also in der Lage sein, einen nicht unerheblichen Teil der Gesamtreisekosten selbst zu finanzieren und den Urlaub eigenständig zu organisieren“, erklärt Angela Klimpel vom Fachdienst Kita, Jugend, Schule Kultur. 

Da die Richtlinie des Landes kaum Einzelheiten festsetzt, hat der Kreis Segeberg nun eine eigene Richtlinie für die Verwendung der Mittel des Jugendferienwerks erlassen, die mit Beginn des Jahres in Kraft getreten war. Wer eine Förderung beantragen möchte, kann dies nur schriftlich tun und nicht mündlich oder am Telefon.

Keinen rechtlichen Anspruch

Eingereicht werden müssen Nachweise wie Gehaltsabrechnungen und Leistungsbescheide, aus denen die finanzielle Situation der Familie abzulesen ist. Einen rechtlichen Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung haben die Antragsteller nicht.

In der Kreisverwaltung wird anhand der Vorgaben und nach den verfügbaren Haushaltsmitteln über eine Förderung entschieden. Gleiches gilt auch für die Stadt Norderstedt, die die Anträge für die Familien aus ihrem Stadtgebiet selbst bearbeitet.

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