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Segeberg Kreis wirft DRK aus Rettungswachen
Lokales Segeberg Kreis wirft DRK aus Rettungswachen
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05:27 22.06.2018
Von Gerrit Sponholz
Die Rettungswache Bad Segeberg gehört dem Kreis. Er hat den Mietvertrag mit dem DRK zu Ende 2018 gekündigt. Quelle: Gerrit Sponholz
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Bad Segeberg

Der zweite Dienstleister, der Verein KBA in Norderstedt, verhandelt derzeit mit dem Kreis über eine Vertragsauflösung und könnte sich ebenfalls Ende 2018 zurückziehen. „Ich schließe nicht aus, dass man miteinander eine Lösung findet“, sagt KBA-Chef Ingo Lender.

RKiSH soll schon 2019 übernehmen

Als neuen Vertragspartner sieht der Kreis Segeberg die Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH). Eine Organisation von fünf Kreisen in Südwestholstein, darunter Segeberg.

Nach gegenwärtiger Rechtslage liefen die Verträge mit DRK und KBA noch bis Ende 2019. Abseits der juristischen Gefechte schuf der Kreis jetzt Fakten. „Ohne vorherige Ankündigung hat der Kreis in dieser Woche gegenüber dem DRK die Mietverträge für die Rettungswachen Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg zu Ende 2018 gekündigt“, empört sich DRK-Vorstand Stefan Gerke. Das DRK solle sie bis Ende Januar 2019 räumen.

Ohne die drei großen Wachen könne das DRK den Rettungsdienst nicht gewährleisten, sagt Gerke. Schon vorher habe der Kreis dem DRK die Liquidität abgedreht, sagt Gerke.

Kreis wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Kreis widerspricht Gerke in vielen Teilen. Am 9. Mai hätten sich Kreis und DRK auf eine Trennung zu Ende 2018 verständigt. Der Kreis habe keine Vertragspflichten verletzt, meint Landrat Jan Peter Schröder. „Da eine einvernehmliche Lösung mit dem DRK bedauerlicherweise nicht zu erreichen war, hat der Kreis alle Vorkehrungen getroffen, um die Sicherstellung des Rettungsdienstes 2019 zu garantieren.“ Dazu gehöre auch der „direkte Zugriff auf die vermieteten Rettungswachen des Kreises, um diese dem künftigen Durchführer zur Verfügung zu stellen.“

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