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Segeberg Neues Millionenloch wegen Mülldeponie?
Lokales Segeberg Neues Millionenloch wegen Mülldeponie?
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06:00 02.12.2018
Von Gerrit Sponholz
Es ist ein Gerücht: Angeblich soll die kreiseigene Mülldeponie Damsdorf/Tensfeld, die der Wege-Zweckverband (WZV) betreibt, voller sein als bislang vom WZV behauptet. Quelle: Detlef Dreessen
Kreis Segeberg

Das könnte ein Millionenloch in den Kreishaushalt reißen. Denn könnte die Deponie wirklich nur noch zwei, drei Jahre Stoffe wie Bauschutt aufnehmen, würde danach sofort die jahrzehntelange Deponienachsorge einsetzen. Sie kostet nach früheren Schätzungen insgesamt einige zig Millionen Euro. Geld, das der WZV über die bisherigen Müllgebühren der Kunden zwar weitgehend angespart hatte, einen Großteil davon aber hat der WZV kürzlich als internen Kredit für die langfristige Finanzierung seines Breitbandausbaus genutzt. 

Barkowsky: „Dann fehlt Kohle ohne Ende“

„Dann fehlt Kohle ohne Ende“, sorgt sich Barkowsky. „Das schlüge auf den Kreishaushalt durch.“ Denn der Kreis als Besitzer der Deponie und Träger der Abfallwirtschaft müsste wohl helfend einspringen. „Dann müssten wir über den Kreishaushalt 2019 ganz neu nachdenken.“ Er soll im Kreistag mit großen Investitionen am Donnerstag, 6. Dezember, beschlossen werden und hätte ohnehin schon ein Minus von fast 10 Millionen Euro.

Auf jeden Fall ist die Politik in Unruhe. Barkowsky will jetzt bei den Verantwortlichen den Sachstand abfragen. Bislang sei die Rede davon gewesen, die Deponie halte noch rund 15 Jahre.

Tensfelds Bürgermeisterin will Informationen einholen

Das Gerücht hat Dr. Beatrix Klüver, Bürgermeisterin von Tensfeld und Vorsitzende des WZV-Hauptausschusses, ebenfalls schon vernommen. Von der aktuellen Geschäftsführung sei ihr gesagt worden, die Behauptung, die Deponie sei sehr bald voll, stimme so nicht. Genaues kann Klüver aber auch nicht sagen. Sie will umgehend Informationen einholen. Und das noch vor der WZV-Verbandsversammlung am Dienstag, 4. Dezember. Auf der soll auch über eine Erhöhung der Gebühren von 17,7 Prozent gesprochen werden. Und angeblich soll künftig kein Gewerbemüll mehr auf die Deponie

An der freien Kapazität der Deponie mit der guten Infrastruktur hatte vor einigen Monaten das Land Interesse gezeigt. Denn sie eignet sich, um schwierigeren Müll als nur einfachen Bauschutt dort abzulagern, auch aus anderen Landesteilen als Segeberg. Denn landesweit gibt es nicht mehr viele Deponien dieser Art. 

Hausmüll landet nicht mehr auf Deponie

Der Hausmüll aus dem Kreis Segeberg landet schon lange nicht mehr dort. Der WZV liefert ihn in Verbrennungs- und Verwertungsanlagen in Stapelfeld, Neumünster und Glückstadt. Die entstehende Schlacke wird nicht wie früher auf die Deponie gebracht, sondern anderweitig weiterverwendet.

Der WZV hatte zuletzt schon Schlagzeilen gemacht, weil Millionenlöcher unter anderem im Wegebau bekannt geworden waren. Der langjährige WZV-Chef Jens Kretschmer war von den WZV-Gremien vor einigen Monaten vor die Tür gesetzt worden.  

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