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Segeberg Überraschende Pläne für Windkraftanlagen
Lokales Segeberg Überraschende Pläne für Windkraftanlagen
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06:07 09.11.2018
Von Harald Becker
Drei Windkraftanlagen sollen bei Voßhöhlen gebaut werden. Quelle: Andreas Arnold
Todesfelde

„Die Bürger sollen in Kenntnis gesetzt werden. Deshalb habe ich jetzt zu einer Einwohnerversammlung eingeladen“, erklärte Todesfeldes Bürgermeister Karl-Heinz Ziegenbein den rund 50 Anwesenden im Gasthof zur Eiche.

Das Unternehmen BayWa r.e. mit der Zentrale in München und die Betreibergesellschaft natur energie-Genossenschaft Hannover wollen an der Gemeindegrenze zu Hartenholm auf 47 Hektar einen Bürgerwindpark mit drei jeweils 180 Meter hohen Windrädern errichten.

Seit 2013 laufen Planungen

„Mit der Planung des Projektes sind wir seit dem Jahr 2013 beschäftigt und an die Landeigentümer herangetreten“, berichtete Michael Münster, Projektleiter von BayWa r.e. mit Sitz in Hamburg.

„Alles steht und fällt mit der Entscheidung der Landesplanung, ob unser angedachtes Areal für die Windräder auch Berücksichtigung als geeignete Vorrangfläche findet“, erklärte Münster den Haken bei dem Projekt. Denn noch hat das Land die Fläche nicht in seinen Entwurf für den Regionalplan aufgenommen. Die Anhörung der Bürger und Verbände läuft noch bis 3. Januar 2019. „Wir sehen gute Chancen doch in Todesfelde Windkraft realisieren zu können.“ Die frühere Potenzialfläche, dann aber vom Land verworfene sei mit 198 Hektar sogar noch viel größer als die geplante Baufläche mit nur 47 Hektar.

Ausgleichsfläche für A20

Damit sprach er den wunden Punkt des Projektes an. Das Land will die 198 Hektar Potenzialfläche nicht als Vorranggebiet ausweisen, weil Großvogelhorste dort Umgebungsschutz genießen. Der Hintergrund: Ein Teil des Potenzialgebietes ist Ausgleichsfläche für den geplanten Bau der A20. Sie sichert Brutplätze und stabilisiert Brut- und Nahrungsräume.

Sichtlich überrascht von diesen Plänen gab es von den Bürgern kaum Fragen, aber manche Sorge. Sabine Grandt, Fraktionssprecherin der ABT-Wählergemeinschaft, gab den Tipp: Die Initiative Gegenwind, die sich unter anderem gegen Windräder in Hartenholm, Hasenmoor und Struvenhütten ausspricht, treffe sich am Donnerstag, 15. November, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus von Hartenholm.

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