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Segeberg WZV: Finanzloch und Strafanzeige
Lokales Segeberg WZV: Finanzloch und Strafanzeige
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06:46 07.04.2018
Von Gerrit Sponholz
An alter Wirkungsstätte: Trotz Freistellung besuchte der geschasste frühere WZV-Chef Jens Kretschmer (2. von links) eine Sitzung der AG Wege des WZV, zu der auch ein Rundgang auf dem Betriebshof gehörte. Quelle: Gerrit Sponholz
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Bad Segeberg

Unterdessen kämpft der kürzlich geschasste ehemalige WZV-Chef Jens Kretschmer weiter gegen seine Freistellung und drohende Entlassung, während der WZV-Hauptausschuss seinerseits bei den 94 WZV-Mitgliedsgemeinden eine Informationstour startet, um die Entlassung von Kretschmer näher zu begründen.

Beide Seiten sammeln ihre Truppen

Denn die WZV-Verbandsversammlung mit 105 Vertretern aus 94 Städten und Gemeinden muss am 24. April und vier Wochen später erneut jeweils mit mindestens zwei Dritteln die Abberufung Kretschmers bestätigen.

Befeuern könnte die Diskussion ein neuer Vorfall: Vor kurzem ist bekannt geworden, dass im Bauhof des WZV ein altes Minus schlummerte. Vor rund sechs Jahren war ein Defizit von rund 576000 Euro aufgelaufen, weil Frostschäden an den Straßen beseitigt werden mussten. Dieses Minus war aber nicht abgetragen worden. Nun müssen wohl die Gemeinden diese Kosten decken. Eine interne Prüfung soll Klarheit über Hintergründe und Lösungen bringen.

Nicht der erste Hinweis an die Staatsanwaltschaft

Bei der Staatsanwaltschaft Kiel hat eine Frau eine Strafanzeige wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten im WZV gestellt. Welchen Inhalts, konnte eine Sprecherin nicht sagen. Schon in den Vorjahren seien mehrfach anonym Unterlagen eingegangen, ebenfalls mit dem Vorwurf der Unregelmäßigkeit. Die Staatsanwaltschaft habe nach den Überprüfungen aber „keine weitere Maßnahmen“ ergriffen.

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