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Segeberg Wagen fehlen - Rettungsdienst zu spät?
Lokales Segeberg Wagen fehlen - Rettungsdienst zu spät?
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08:52 05.04.2018
Von Gerrit Sponholz
Zu Notfällen wie hier kürzlich bei Bornhöved rückt bislang das DRK aus. Die Zahl der Einsätze im Rettungsdienst ist stark gestiegen. Quelle: Christian Detlof
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Bad Segeberg

Der Hintergrund: Der Rettungsdienst im Kreis Segeberg ist in Not. Die Zahl der Einsätze ist so stark gestiegen, dass drei Rettungswagen fehlen. Die akute Wagen-Not sei aber dem Kreis schon seit Sommer 2017 bekannt, sagt Gerke.

RKiSH soll ab Sommer einsteigen

Ihn empört noch etwas anderes: Die drei neuen Wagen sollen ab Sommer von der Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) in Dienst genommen werden. Nachdem der Kreis die Aufgabe dem DRK erst zugewiesen, dann aber entzogen hatte. Kreis und DRK hatten sich unter anderem über finanzielle Modalitäten nicht einigen können.

Mit dem Kreis liegt das DRK ohnehin über Kreuz. Denn der Kreis will dem DRK und dem zweiten Rettungsdienstanbieter, dem KBA aus Norderstedt, den Rettungsdienst entziehen. Ab 2019, spätestens ab 2020 soll die RKiSH den kompletten Rettungsdienst übernehmen. Dagegen haben sich DRK und KBA rechtlich zur Wehr gesetzt. Das gerichtliche Verfahren läuft noch.

Kreis: Hilfsfristen wurden eingehalten

Der Kreis als Verantwortlicher für den Rettungsdienst erklärt die Verzögerungen für die drei neuen Wagen so: Ende 2017 habe ein Gutachter die Rettungsmittel überprüft. Und die Umsetzung der Erweiterung benötige rund sechs Monate, teilte eine Sprecherin mit. Fahrzeuge müssten gekauft, Personal gewonnen werden. Patienten hätten nicht gelitten. In den vergangenen Jahren sei die "vom Gesetzgeber vorgegebene Planungsgröße von 90 Prozent Hilfsfristeinhaltung erfüllt" worden.

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