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Segeberg Wahlpleite für SPD-Kreisvorsitzenden
Lokales Segeberg Wahlpleite für SPD-Kreisvorsitzenden
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18:17 30.09.2018
Der neue Kreisvorstand setzt sich zusammen aus der Vorsitzenden Katrin Fedrowitz (links) und ihren Stellvertretern Dirk Wehrmann und Melanie Klein. Quelle: Klaus J. Harm
Trappenkamp

„Der Parteitag zeigt, dass wir als SPD eine streitbare Partei sind“, sah es Fedrowitz nach der Wahl positiv. Sie dankte Weber, der seit 2012 den Kreisverband geführt hat und der auch Landtagsabgeordneter ist. Weber hatte zu Beginn zugestanden, die Ergebnisse nicht erreicht zu haben, die man sich vorgenommen hatte. Als Gegenkandidat trat Udo Fröhlich auf, der sagte, insbesondere die Gruppe der „60plus-Mitglieder“ der Partei hätten ihn gedrängt, an einer „Re-Sozialdemokratisierung“ der Partei mitzuarbeiten.

Weber räumte Versäumnisse ein

Weber gab in der Diskussion zu: „Wir haben es nicht geschafft, zu einem effektiv arbeitendem Team zu werden. Zwischenmenschliche Reibereien haben dazu geführt, dass Themen nicht abgearbeitet werden konnten.“

Die Stimmung roch nach Denkzettel für Weber, aber letztlich seiner Wiederwahl. Umso erstaunter wurde das Ergebnis registriert: Auf Weber entfielen 42 Stimmen, auf Fröhlich auch 42.  24 Delegierte hatten sich enthalten.

Die Versammlung erstarrte wie im Schock. Nach einer Sitzungspause zog Weber seine Kandidatur zurück. Auf der nun neuen Kandidatenliste stand dann die bisherige stellvertretende Kreisvorsitzende Katrin Fedrowitz. Kaum war das bekannt, eilte Fröhlich zum Mikrofon: „Ich ziehe deshalb meine Kandidatur auch zurück.“ Fedrowitz stellte sich vor: „Ich bin 45 Jahre alt, Bürovorsteherin in einem Rechtsanwaltsbüro in Norderstedt und leite den Ortsverband dort.“

Proteste nach Wahl

Mit 77 Ja-, elf Neinstimmen und 17 Enthaltungen wurde sie zur neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Alexander Wagner aus Bad Segeberg, bislang stellvertretender Kreisvorsitzender, war empört: „Das war doch organisiert! So wollte ich nach zehn Jahren Arbeit nicht gehen.“

Für die beiden Stellvertreterposten bewarben sich Dirk Wehrmann aus Bad Segeberg, Martin Ahrens aus Hüttblek und Melanie Klein aus Henstedt-Ulzburg. Wehrmann erhielt 77 Stimmen, wurde 1. Stellvertreter. Ahrens hatte mit 61 Stimmen zwar das zweitbeste Ergebnis, weil die Quotenbestimmungen der Partei aber eine Frau vorsehen, wurde es Melanie Klein.

Von Gerrit Klaus J. und Sponholz Harm

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