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Segeberg Die Macht der Kräuter
Lokales Segeberg Die Macht der Kräuter
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19:58 27.07.2018
Kräuterapotheke: Astrid Hadeler schwört auf die Heilkräfte der Natur. Beifuß etwa hilft als Tee gegen Krämpfe. Quelle: Nadine Materne
Krems II

Johanniskraut, Schafgarbe, Mädesüß, Rotklee, Malve, Beifuß, Königskerze und noch mehr Kräuter hat Hadeler zu einem Strauß gebunden: „Das nennt man Kräuterbuschen.“ Traditionell werde der Kräuterstrauch bei Vollmond im August geerntet, dem Fest der Schnitterin. Wenn die Heilkräfte der Pflanzen ihr höchstes Aroma erreicht haben, erklärt Astrid Hadeler

Viele Heilpflanzen sind in Vergessenheit geraten

In diesem warmen Sommer jedoch ist die Natur ihrer Zeit Wochen voraus. „Es geht bei dem Brauch darum, die Kraft der Pflanzen für die Winterzeit zu bewahren.“ Einige Heilpflanzen sind auch heute allgemein bekannt: Kamille und Ringelblumen etwa. Bei anderen ist dies vielfach in Vergessenheit geraten: „Schafgabe oder auch Bauchwehkraut ist eine uralte Heilpflanze“, erzählt Hadeler. Frisch oder getrocknet kann sie zum Beispiel als Tee aufgegossen werden. Rotklee ist entzündungshemmend und gilt als Blutverbesserer, Mädesüß kann Schmerzen lindern und fiebersenkend wirken.

Mit Hilfe von Alkohol, Öl oder Wasser lassen sich aus Kräutern Tinkturen, Öle und Essenzen herstellen. „Man muss jedoch wissen, was man tut“, betont Hadeler, die dazu schon Workshops an der Volkshochschule Rickling angeboten hat. Auch wegen Verwechslungsmöglichkeiten mit Doppelgängern sollten sich nur Kräuterkundige allein an Mixturen heranwagen. Auch dann gelte: „Immer auf eigene Gefahr“, betont Hadeler.

Das Hobby zum Beruf gemacht

Zu den Kräutern kam die 54-Jährige quasi im dritten Bildungsweg: „Im ersten Berufsleben bin ich Bankkauffrau“, sagt Hadeler. Danach studierte sie Geografie, Biologie und Geologie, hat promoviert, an der Uni gearbeitet. Irgendwann aber kam der Zeitpunkt an dem sie sich fragte: „Wofür hüpft mein Herz?“ Sie machte ihr Hobby zum Beruf und ist seit 2005 Feng Shui-Beraterin. „Viele verbinden das mit Esoterik“, weiß Hadeler. „Die Idee dahinter ist, einen Ort so zu gestalten, um lange gesund zu leben.“ Hadelers Schwerpunkt ist die Gartengestaltung. Hinzu kamen Heilpflanzseminare und 2013 die Qualifizierung Kräuterkunde am Bildungszentrum Umwelt, Natur und ländliche Räume in Flintbek.

Auf Kräuterführungen, in Vorträgen oder Workshops gibt sie seither ihr Wissen über die Natur und Kräuter weiter.

Fest der Schnitterin

Astrid Hadeler feiert das Fest der Schnitterin rund um das Kräuterbuschen am Freitag, 8. August, 19.30 Uhr, bei sich zu Hause in Krems II, Dorfstraße 3. bei gemeinsamen Essen und Gesprächen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wer dabei sein möchte, meldet sich bei der Veranstalterin unter der Telefonnummer 04557/9869839 oder per E-Mail an: Kontakt@Qi-im-Fluss.de

Astrid Hadeler schwört auf die Heilkräfte der Natur. Mit Wildkräutern können hilfreiche Tinkturen, Essenzen und Öle hergestellt werden. Aber: "Immer auf eigene Gefahr", betont die Expertin, die dazu Workshops anbietet. "Man muss wissen, was man tut."

Von Nadine Materne

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