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Segeberg Überfall auf Prostituierte an der B206
Lokales Segeberg Überfall auf Prostituierte an der B206
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17:41 01.03.2018
Von Michael Stamp
Eine Prostituierte auf einem Waldparkplatz an der B206 (hier ein Archivbild) ist am Mittwoch von einem unbekannten Täter überfallen und beraubt worden. Quelle: Gerrit Sponholz
Bark-Bockhorn

Die Tat geschah, wie Polizeisprecher Arnd Habermann erklärte, am Mittwoch gegen 17.30 Uhr. Einige Waldparkplätze an der B206 dienen seit längerem als Straßenstrich. Frauen - vorwiegend aus Osteuropa - bieten dort ihre sexuellen Dienste an. Dazu zählt auch eine 32 Jahre alte Bulgarin, die es statt mit einem Freier mit einem gewalttätigen Räuber zu tun bekam.

Der genaue Tathergang wird laut Habermann derzeit ermittelt. Die Befragung des Opfers dauert an. Nach Informationen unserer Zeitung soll der Täter mit einer Eisenstange auf die Frau eingeschlagen und ihr einen Schraubenzieher in den Rücken gestochen haben. Diese Details konnte Habermann noch nicht bestätigen; fest stehe aber, dass der Prostituierte sowohl ihr Handy als auch einige persönliche Gegenstände geraubt worden sind.

Von der Tankstelle aus den Notruf alarmiert

Die Frau soll sich nach der Attacke, die auf dem Parkplatz Glashütte Bark erfolgte, zur Tankstelle in Bockhorn geschleppt und von dort den Notruf alarmiert haben. Eine Täterbeschreibung liegt aktuell nicht vor. Mit Rücksicht auf die aktuellen Ermittlungen will die Polizei keine weiteren Details nennen, wie Habermann sagt.

Seit Sommer 2014 haben sich einige der Parkplätze zeitweise zu einem Verkehrstreff der besonderen Art entwickelt. Während schon in früheren Jahren Prostituierte in Wohnmobilen an der viel befahrenen Bundesstraße hielten, gesellten sich immer mehr Frauen dazu, die unter freien Himmel arbeiteten. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften machten, nachdem die Behörden das Ganze zunächst stillschweigend duldeten, gegen diese Dienstleitungen mobil.

Seit Mitte 2015 ist die offene Prostitution auf der Strecke zwischen Bad Segeberg und Bad Bramstedt verboten. Doch weder protestierende Anwohner noch die Polizei konnten in letzter Konsequenz etwas ausrichten. Die Osteuropäerinnen ließen sich von Platzverweisen und Festnahmen nicht einschüchtern, und Bußgelder wurden und werden schlichtweg nicht bezahlt.

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