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Segeberg Kurioser Streit ums Ortsschild
Lokales Segeberg Kurioser Streit ums Ortsschild
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06:00 22.08.2013
Von Alexander Christ
Gestern befand sich das Winsener Ortsschild an der Kisdorfer Straße noch an dem vom Kreis vorgesehenen Standort kurz vor der Kreuzung Kreuzung Oersdorfer Straße , Dorfstraße und Hauptstraße.
Winsen

Das Schild an der Kisdorfer Straße (K 49) wurde wiederholt unerlaubt um 70 Meter versetzt: inzwischen 14 Mal. Wer das getan hat, ist bisher nicht bekannt.

 Ursache der Differenzen zwischen dem Kreis Segeberg und einer etwa 160 Mitglieder zählenden Bürgerinitiative war die erstmals im Mai vom Kreis angeordnete Versetzung des Ortsschildes um 70 Meter weiter Richtung Ortsmitte. Für Berthold Bonekamp-Kerkhoff, Sprecher der Bürgerinitiative, und seine Mitstreiter ist die Entscheidung des Kreises nicht nachvollziehbar. Länger als 30 Jahre habe das Ortsschild an seinem alten Platz gestanden.

 Rund 20 Meter hinter dem ursprünglichen Standort zweigt die Straße Zum Felde ab, in der sich außer Bonekamp-Kerkhoffs Eigenheim drei weitere Einfamilienhäuser befinden. Steht das Schild näher zur Dorfmitte, befürchtet die Bürgerinitiative ein erhöhtes Unfallrisiko, weil dann in Höhe der Straße Zum Felde für aus Kisdorf kommende Fahrzeuge nicht mehr die innerörtliche Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h gilt, sondern Tempo 70 erlaubt ist.

 Der Kreis Segeberg wähnt sich im Recht. Bei einer Ortsbesichtigung mit mit Vertretern des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr sei die Rechtmäßigkeit des neuen Standortes bestätigt worden, teilt die Behörde mit. Dass das Ortsschild früher über 30 Jahre an der verkehrten Stelle gestanden habe, sei erst durch Zufall im letzten Jahr festgestellt worden.

 Zeugen, die Hinweise zu den seltsamen Ortsschild-„Wanderungen“ geben können, sollen sich bei der Polizeistation in Henstedt-Ulzburg (Telefon 04193/99130) melden. Mehrfach wurde beim Umbau auch der Pfosten abgesägt. Auf Beschluss der Staatsanwaltschaft Kiel war eine Überwachungskamera installiert worden. Doch ehe der Testlauf starten konnte, war das Gerät verschwunden. Beim Kreis Segeberg summierten sich die Schäden mittlerweile auf rund 2300 Euro Gesamtschaden. „Wir ermitteln nun nicht nur wegen wiederholter Sachbeschädigung, sondern auch wegen Diebstahls“, erklärte Polizei-Pressesprecherin Sandra Mohr.

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