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Segeberg Laith wünscht sich einen Hund
Lokales Segeberg Laith wünscht sich einen Hund
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12:36 07.11.2018
Von Sylvana Lublow
Laith (links) und sein Zwillingsbruder Louis freuten sich über den Besuch von Hundetrainerin Kirstin Wilken, die eigens ihren Pivo mitgebracht hatte. Quelle: Sylvana Lublow
Henstedt-Ulzburg

Zusätzlich leiden Laith und sein Zwillingsbruder Louis an Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS. „Aber Laith ist anders als sein Bruder. Viele Menschen auf einem Haufen, zum Beispiel im Klassenzimmer, überfordern ihn“, erklärt seine Mutter Sandra Abbassi.

Laiths Wusch nach einem Hund könnte genau deshalb auch in Erfüllung gehen. Denn der künftige Familienhund soll ein Assistenzhund werden. Nach einigen Recherchen in sozialen Netzwerken ist Sandra Abbassi auf die Idee mit dem Assistenzhund gestoßen. „Ich bin überzeugt davon, dass ein Hund Laith helfen würde. Eine Freundin von mir hat auch einen Hund und der beruhigt ihn total“, erzählt sie. Denn Laith neigt bei Überforderung zu Wutanfällen. „Die sind extrem, er schlägt um sich und schmeißt mit allem, was er findet“, erzählt Sandra Abbassi: „Ich muss ihn dann vor sich selbst und seinen Geschwistern schützen.“ Ein Hund würde in so einer Situation, „Meltdowns“ genannt, deeskalierend wirken.

Ein ausgebildeter Hund kostet 26000 Euro

Das bestätigt auch Kirstin Wilken, Hundetrainerin beim WZ Hundezentrum in Lalendorf in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir bilden vorwiegend Hunde für Autismusbegleitung aus“, sagt sie. Ein ausgebildeter Hund kann bei Reizüberflutung beruhigen, die Aufmerksamkeit umlegen und auch schon im Vorwege anzeigen, ob es zu einem Wutausbruch kommt. „Außerdem hat Laith Tendenzen zum Weglaufen. Ein Hund kann ihn daran hindern“, sagt seine Mutter. Laith selbst ist von der Idee begeistert: „Ich liebe Hunde und möchte mit meinem Hund spielen und kuscheln“, sagt er.

Das Problem: Ein Assistenzhund ist nicht billig. Und die Krankenkassen zahlen nichts dazu. „26000 Euro kostet ein ausgebildeter Assistenzhund“, sagt Kirstin Wilken. Darin sind der Hund, meistens Labradore, und die dreijährige Ausbildung des Hundes enthalten.

Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Assistenzhund

„Wir hoffen, dass wir bis Ende des Jahres einen passenden Hund für Laith gefunden haben. Danach geht es dann gleich an die zweijährige Ausbildung. Im dritten Jahr begleiten wir Familie und Hund noch eng“, erklärt Wilken. Das Geld kann die Familie allein nicht aufbringen und sammelt deshalb Spenden.

Die Ausbildung des Hundes soll schon bald beginnen, damit Laith auch spätestens in zwei Jahren seinen tierischen Freund bekommt, der Spielgefährte und eine große Hilfe für ihn und die Familie sein wird.

Spendenkonto:

Servicehundezentrum e.V.

Ostsee Sparkasse Rostock

IBAN: DE60130500000201078430

Verwendungszweck:

Assistenzhund für Laith

 Eine Spendenquittung kann ausgestellt werden.

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