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Segeberg Unterschriften für Kreisverkehr
Lokales Segeberg Unterschriften für Kreisverkehr
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16:26 14.04.2019
Von Gunnar Müller
Jürgen Lorenz kennt sich aus mit Streckennetzen. Bei der Kreuzung Schmalfelder/ Kieler Straße kämpft er nun mit einer Unterschriftenaktion für eine Kreisel-Lösung. Quelle: Gunnar Müller
Lentföhrden

„Die Ansiedlung eines Discounters wird erst einmal von allen unterstützt.“ Lorenz Problem damit: Der Kreuzungsbereich soll vorerst so bleiben wie er ist. In der Nähe des Supermarktes könnten jedoch in einigen Jahren auch ein Baugebiet entstehen. „Bereits jetzt warten dort manche Autofahrer acht Minuten, bis sie abbiegen können.“

Komme der Discounter hinzu – dessen Ein- und Ausfahrt an der Schmalfelder Straße geplant sind – und späterhin noch die Bewohner des Neubaugebietes, droht in den Augen des 61-Jährigen das totale Verkehrs-Chaos an der Kreuzung. Zudem befürchtet der für die Betriebsführung im Norden zuständige Eisenbahner eine höhere Zahl von Verkehrsunfällen an der Stelle. Für seine Lösung, dort einen kleinen Kreisverkehr einzurichten, sammelt Lorenz nun bis Ostern Unterstützer: „Ich habe eine Unterschriftenaktion gestartet, damit sich die Gemeindevertretung intensiv mit dem Vorschlag zum Bau eines kleinen Kreisverkehrs befasst.“

Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr gegen Kreisel

Eine solche Kreisellösung taucht im Entwurfs- und Auslegungsbeschluss des Bebauungsplans Nr. 24 bereits auf – wird dort aber verworfen. Nach Angaben dieses Verkehrskonzepts hat der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV) „als stellvertretender Straßenbaulastträger die Einrichtung von Kreisverkehren im Zuge von Bundesstraßen nicht unterstützt“.

Landesbetrieb sieht eindeutig geringere Wartezeiten

Und auch in zwei weiteren Punkten widerspricht der LBV der Darstellung von Jürgen Lorenz. Einerseits habe der Kreisel keine geschwindigkeitsdämpfende Funktion, da dies bereits die 200 Meter nördlich stehende Ortstafel festlege. Und auch die Wartezeit sei wesentlich geringer: „Bezogen auf den Prognosehorizont 2030 kommt die verkehrstechnische Bewertung zum dem Ergebnis, dass sich die mittlere Wartezeit bei 26 Sekunden einstellt.“

Bürgermeister beruft sich auf Verkehrsgutachten

Bürgermeister Norbert Dähling (Wählergemeinschaft Lentföhrden) beruft sich ebenfalls auf das Verkehrsgutachten. „Wir kriegen bei einem Kreisel niemanden, der das bezahlen würde.“ Zudem müsste die Gemeinde Grundstücke erwerben, um einen Mindestdurchmesser von 35 Metern zu erreichen. Nach Angaben des Landesbetriebes würden zwei Abbiegespuren auf der Kieler Straße errichtet.

Den Text der Unterschriftenaktion kenne er noch nicht, so Bürgermeister Dähling. Insofern wolle er auch nichts zu den Auswirkungen sagen. „Eine Unterschriftsaktion hätte nur Appellwirkung.“ Anders wäre es, wenn Lorenz ein Bürgerbegehren gestartet hätte.

All das lässt Jürgen Lorenz nicht gelten. Für ihn gewährleiste ein Kreisel einen flüssigeren und zudem sicheren Verkehr und beruft sich dabei auf entsprechende Auskünfte des ADAC. „Wenn der Kreismittelpunkt etwas nach Süden verlagert wird, sind auch nur zwei Grundstückseigentümer betroffen.“

Bis zum Ende seiner Unterschriftenaktion hofft Lorenz auf eine Beteiligung von rund 20 Prozent der Bürger Lentföhrdens.

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