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Segeberg Einmalig: Elternzeit für Kühe
Lokales Segeberg Einmalig: Elternzeit für Kühe
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10:00 10.02.2017
Von Lutz Timm
Hans Möller und seine Kollegen von den Melkburen beim Pressetermin. Quelle: Lutz Timm
Lentföhrden

Hans Möller, Achim Bock und Heino Dwinger mischen seit sechs Jahren den umkämpften Milchmarkt mit regionalen Produkten im Bioland-Standard auf. Rund zwei Jahre haben sie die Alternative zur konventionellen Kuhhaltung getestet – und sich entschieden, dabei zu bleiben. Bei der muttergebundenen Kälberaufzucht bleiben die Jungtiere nach der Geburt für die ersten drei Monate durchgehend in der Herde bei ihren Müttern. So können die Kälber jederzeit die Milch der Mutter trinken und zusätzlich mit ihren Artgenossen spielen. In der herkömmlichen Haltung werden die Jungtiere bereits nach den ersten Lebenstagen von den Muttertieren getrennt.

 Unterstützt werden die Milchbauern aus Lentföhrden, Schmalfeld und Lutzhorn dabei von der Regionalwert AG Hamburg und der Tierschutzstiftung Vier Pfoten. Die Regionalwert AG Hamburg ist ein regionaler Wertschöpfungsverbund, der das Geld seiner Aktionäre nach ökologischen und sozialen Kriterien in die Landwirtschaft und die Lebensmittelbranche investiert.

 Die Vorteile der naturnahen Aufzucht liegen für die „Ökomelkburen“ auf der Hand: Die Tiere sind gesünder, leiden kaum noch an sonst typischen Krankheiten wie Euterentzündungen, Milchfieber oder Durchfall, wie der Lentföhrdener Hans Möller sagt. Das schlage sich in der besseren Entwicklung der Jungtiere nieder. Auch das aufwändige Füttern der Kälber entfalle. „Und es kann mir keiner erzählen, dass es sich nicht positiv auf die Tiere und die Milch auswirkt, wenn sie die ersten Wochen gemeinsam verbringen“, sagt Möller. Die Vorteile überwögen die geringere Milchmenge während der Kälberaufzucht.

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