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Segeberg Helmut Thran neuer Bürgermeister
Lokales Segeberg Helmut Thran neuer Bürgermeister
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18:51 13.06.2018
Von Lutz Timm
Helmut Thran von der SPD ist mit sieben zu sechs Stimmen zum neuen Bürgermeister von Itstedt gewählt worden. Quelle: Lutz Timm
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Itzstedt

Mit einer kleinen Machtdemonstration deutete sich der Verlauf der konstituierenden Sitzung bereits frühzeitig an: Die CDU beantragte, zwei SPD-Anträge von der Tagesordnung zu streichen, und wurde prompt von einer Koalition aus SPD und UBI überstimmt. Spätestens da ahnten die Unterstützer von Peter Reese aus CDU und FDP wohl, was ihnen bevorstand. Die auf Antrag der UBI in geheimer Wahl durchgeführte Wahl des Bürgermeister brachte dann Gewissheit. Sieben Stimmen – offenkundig vier von der SPD, drei von UBI – reichten, um Helmut Thran gegen die Stimmen von CDU (vier) und FDP (zwei) zum neuen Bürgermeister zu machen.

Stellvertretender Bürgermeister wurde Frank Warn

Große Freude herrschte bei den Genossen und ihren Unterstützern von der Wählergemeinschaft, die sich 2013 in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt noch enthalten hatten. Thran bedankte sich bei seinem Vorgänger Reese, den Wählern und Gemeindevertretern. „Ich bemühe mich, mein Amt gewissenhaft und zum Wohle der Bürger auszuführen“, sagte der 69-Jährige. Zu Thrans Stellvertreter wurde Frank Warn gewählt, zweiter stellvertretender Bürgermeister wurde Hartmut Imhäuser.

Sichtlich konsterniert wirkten CDU und FDP, allen voran Spitzenkandidat Peter Reese. Zuvor hatte er noch von fünf schwierigen Jahren gesprochen, die auch „persönlich Spuren hinterlassen“ hätten. Aber: „Ich bin mit Itzer Wasser getauft, dieser Ort liegt mir wirklich am Herzen.“

Von den Streitigkeiten der Vergangenheit war nichts mehr zu sehen

Augenfällig freundlich war hingegen der Umgang zwischen SPD und UBI. Davon dass die UBI-Vertreter in der vergangenen Wahlperiode spätestens seit dem offenen Streit um den Kauf von Juhls Gasthof außen vor waren, war nichts mehr zu spüren.

Mit dem Rückenwind der Bürgermeisterwahl setzten SPD und UBI dann noch ein Ausrufezeichen. Erst hoben sie mit der gemeinsamen Mehrheit den im April gefassten Beschluss gegen einen möglichen Kita-Zweckverband mit der Nachbargemeinde Nahe auf. Dann beschlossen sie gegen den Protest von FDP und CDU, die künftige Leitung des Kindergartens in die Hände der Gemeinde oder eines Zweckverbandes mit Nahe zu legen. UBI-Fraktionschef Heiko Ewald verteidigte den Beschluss. Die Gemeinde sei „kein Wirtschaftsunternehmen“, die Entscheidung sei „im Sinne des Gemeinwesens“.

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