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Segeberg Neuer Beirat für Behinderte ist geplant
Lokales Segeberg Neuer Beirat für Behinderte ist geplant
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18:44 18.01.2019
Von Detlef Dreessen
Sie machen sich für einen Behindertenbeirat in Bad Segeberg stark: Bürgervorsteherin Monika Saggau (von links), Projektleiter Wolfgang Arnhold, Stephanie Hemel und Max Schaurer (Lebenshilfe), Kirsten Grundmann (SoVD Bad Segeberg), Behindertenbeauftragte Marianne Böttcher, Unternehmer Sascha Lang und Moderatorin Britta Möwes. Quelle: Detlef Dreessen
Bad Segeberg

Die städtische Behindertenbeauftragte Marianne Böttcher und Wolfgang Arnhold, Mitarbeiter der Lebenshilfe, hatten zu einem Workshop in den Bürgersaal eingeladen. Arnhold ist Leiter eines Projektes mit dem sperrigen Titel: „Wir entscheiden mit. Politische Partizipation von Menschen mit Behinderung im Kreis Segeberg“.

„Wir wollen in neun Kommunen im Kreis Segeberg die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen an der Politik voran bringen“, sagte Arnhold. Bad Segeberg sei die erste und bisher einzige Kommune, die sich dieser Aufgabe stellt.

Aufkleber mit Blindenschrift im Rathaus?

Zwar haben Menschen mit Behinderungen dieselben Rechte wie alle anderen. Aber es falle ihnen schwerer, diese wahrzunehmen, erklärte Sascha Lang, sehbehinderter Konzertveranstalter. Es fange damit an, dass Sehbehinderte sich in den Fluren des Rathauses kaum orientieren können. Dabei wäre es nicht allzu schwer, dies zu ändern, merkte Stadtvertreter Udo Nickel (Bündnis 90/Die Grünen) an. Aufkleber mit Braille-Schrift könnten helfen – an den Türen der Büros ebenso wie schon im Aufzug. Auch die Internetseite der Stadt könne für Sehbehinderte nutzbar werden, indem Texte beim Überfahren mit der Maus vorgelesen werden. Für Menschen mit geistigen Einschränkungen wären auch Formulierungen in der so genannten „einfachen Sprache“ hilfreich, kam prompt eine weitere Anregung aus der Teilnehmerrunde. 

Etwa jeder fünfte Bad Segeberger hat eine Behinderung

2248 der etwa 17000 Bad Segeberger Einwohner haben einen Schwerbehindertenausweis, der eine Einschränkung von 50 oder mehr Prozent dokumentiert. Dazu kämen 1421 Menschen mit Einschränkungen ab 20 Prozent. Insgesamt seien also 3669 Bürger und somit mehr als jeder Fünfte Bad Segeberger betroffen. 

Wo Verbesserungen im politische Leben wünschenswert und möglich sind, wollen die Teilnehmer des Workshops nun weiter untersuchen.

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