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Segeberg Geheimpläne für Bad Segeberger Hallenbad
Lokales Segeberg Geheimpläne für Bad Segeberger Hallenbad
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06:56 26.10.2018
Von Michael Stamp
Die Zukunft des Bad Segeberger Hallenbades ist ungewiss. Quelle: Michael Stamp
Bad Segeberg

Zuvor hatte die eigens aus Wiesbaden angereiste Planerin Dr. Nicole Riedle von der Firma Balneatechnik ihre Ideen für die über 50 Jahre alte Schwimmhalle präsentiert und die Fragen der Kommunalpolitiker beantwortet. Die Expertin hat in ihrer Machbarkeitsstudie fünf Varianten aufgezeigt, die Investitionen in Höhe von 3,6 bis 17,1 Millionen Euro bedeuten würden.

Die Ideen reichen von einem Teilabriss des alten Bades und einer Sanierung des bestehenden Schwimmerbeckens über eine Komplettsanierung bis hin zum Neubau eines Sportbades mit nur einem Becken bis hin zur Errichtung eines Hallenbades jetziger Qualität und Größte entweder am bestehenden Standort an der Theodor-Storm-Straße oder auf einer neuen Fläche im Gewerbegebiet.

Doch als Joachim Wilken-Kebeck (SPD) erklärte, dass seine Fraktion die 5,6 Millionen Euro teure Komplettsanierung am alten Standort bevorzugt und möglichst auf mehrere Jahre strecken will, kam Wolfgang Tödt mit seinem Paukenschlag um die Ecke. „Wir sind auf eine sechste Variante gestoßen.“

Soll das städtische Hallenbad privatisiert werden?

Für diesen neuen Ansatz werde gerade eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Wer diese Arbeit erledigt, in welche Richtung das Projekt geht und wer die angekündigte Studie bezahlt – dazu sagte Tödt auch auf Nachfrage der Ausschussmitglieder kein Wort. Nur soviel: „Das könnte die Stadt maximal entlasten.“ Die Andeutungen klangen sehr nach einer Privatisierung des städtischen Bades.

„Ich habe mich verpflichtet, zu dieser sechsten Variante erstmal nichts bekanntzugeben", sagte Tödt. Da halte er es wie der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl, der die geheimnisvollen Parteispender ebenfalls nicht genannt hatte. Gleichwohl forderte Tödt den Bauausschuss auf, das Thema um vier Wochen zu verschieben.

Die SPD stimmte zu, Bauamtsleiterin Antje Langethal fürchtet hingegen einen zeitlichen Konflikt mit den Haushaltsberatungen. Deutliche Kritik kam von Volker Stender (CDU): „Mich wundert das, Kollege Tödt. Hier ist der Bauausschuss zuständig und nicht ein geheimnisvoller Verein.“ Die Verschiebung um vier Wochen ging mit sechs Ja-Stimmen bei dreimal Nein und einer Enthaltung durch.

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