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Segeberg Neue Berufsschule für Tanzpädagogik
Lokales Segeberg Neue Berufsschule für Tanzpädagogik
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07:00 07.09.2018
Die Kulturstiftung Norderstedt und die Ballettschule Musci haben in Norderstedt eine Berufsfachschule für Tanzpädagogik, das Conservatory of Performing Arts (Copa) gegründet. Stiftungsratsvorsitzender Fritz-Jürgen Stockmann, Stiftungsvorstand Rüdiger George sowie Anna und David Musci vom Ballettstudio Musci stellten das Projekt im Kreistag vor. Quelle: Nadine Materne
Norderstedt/Kreis Segeberg

Im Kreisbildungsausschuss baten die Gesellschafter nun um die Finanzierung von sechs Stipendien für drei Jahre. Kosten: 270.000 Euro. „Unser Anspruch ist, dass die Studenten keine Gebühren zahlen sollen“, sagte Rüdiger George, Vorstandsmitglied der Kulturstiftung Norderstedt. So sollen die besten Kandidaten gefunden werden, nicht die mit der dicksten Geldbörse. Die Stiftung ist einer der beiden Gesellschafter, der andere das seit zwölf Jahren bestehende Ballettstudio Musci, in dessen Räumen ein Teil der Ausbildung stattfindet. Im August erhielt das Copa, eine gemeinnützige Gesellschaft, vom Land die Genehmigung als Ergänzungsschule nach Paragraph 118.

Weitere Ausbildungsgänge in Zukunft möglich

Zwei Ausbildungsgänge bietet die Schule derzeit: Tanzpädagogik und Musical. Die Aufnahmeprüfungen für das zweite Fach starten im November, die Ausbildung im Januar. Die Klassen seien jeweils auf maximal 15 Schüler begrenzt. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Das Besondere sei, dass neben der künstlerischen und pädagogischen Ausbildung auch der betriebswirtschaftliche Aspekt eine große Rolle spiele, betonte David Musci. In Zukunft seien weitere Studiengänge möglich, etwa im Bereich Schauspiel. In den nächsten Jahren soll die Einrichtung auf 90 Schüler aufwachsen.

Vom Land gibt es zwar die Genehmigung als Ergänzungsschule, finanzieren muss sich die Einrichtung jedoch selbst. Dabei setzen die Gesellschafter auf Sponsoren. Sechs Stipendien – drei für den Bereich Tanzpädagogik, drei für die Musicalausbildung – hoffen George und Musci vom Kreis Segeberg finanziert zu bekommen. Ein Schüler kostet im Jahr derzeit 15 000 Euro. Mit zunehmender Studentenzahl relativiere sich der Betrag, betonte David Musci, da der Personalbedarf weniger stark ansteige.

Hohe Förderung durch den Kreis ist unwahrscheinlich

„Was hat der Kreis Segeberg davon?“, wollten die Ausschussmitglieder wissen. George verwies auf die Bereicherung des kulturellen Angebots durch die öffentlichen Zwischen- und Abschlussprüfungen der Schüler, außerdem müsse ein Stipendiat seinen Förderer in seiner Vita aufführen. Argumente, die die Politiker nicht vom Hocker rissen. 90.000 Euro im Jahr, das überschreite den Haushaltsansatz für derartige Förderung um das viereinhalbfache und bedürfe einer Sondergenehmigung, gab die Verwaltung zu bedenken. Ausschussmitglied Christian Mann (CDU) machte den Vortragenden wenig Hoffnung. Er könne sich eine Genehmigung nicht vorstellen, aber man werde es beraten.

Von Nadine Materne

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