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Segeberg Kita-Investor springt ab
Lokales Segeberg Kita-Investor springt ab
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07:00 12.07.2017
Von Nicole Scholmann
Eltern von kleinen Kindern bekommen vielleicht ab Herbst in Henstedt-Ulzburg keinen Betreuungsplatz. Quelle: Peter Kneffel/dpa
Henstedt-Ulzburg

Die Situation für Eltern, die ihre Kinder in Henstedt-Ulzburg die Betreuung geben wollen oder müssen, ist im Kindergartenjahr 2017/18 ganz und gar nicht rosig. Die Gemeinde hat in ihren zehn Betreuungseinrichtungen nicht genug Plätze und vor allem nicht genug Erzieher. Der Kinder- und Jugendausschuss beschäftigte sich am Montagabend mit der Situation und suchte - vorerst vergebens - nach kurzfristigen Lösungen aus der Misere.

Alle Beteiligten von Verwaltung und Kommunalpolitik waren von einer Nachricht überrascht worden, die einen Teil der Planungen über den Haufen werfen: Die ULNA Nord gGmbH, die skandinavische Kindertagesstätten betreibt, erteilt Henstedt-Ulzburg eine Absage und wird nicht wie vorgesehen, eine geplante Kita am Dammstücken für 90 Jungen und Mädchen errichten und betreiben. Stattdessen konzentriert ULNA sich auf Hamburg.

Die Nachricht über den Rückzug des Investors und Betreibers verblüffte die Ausschussmitglieder. Laut Bürgermeister Stefan Bauer hatte von ULNA in der vorangegangenen Woche auf einer internen Vorstandssitzung den Entschluss gefasst, nicht mehr in Henstedt-Ulzburg zu investieren, und die Gemeinde am Montag darüber informiert. „Trotz der Absage sollen die Pläne für eine Kita am Dammstücken vorangetrieben werden. Nun wird ein neuer Investor gesucht.

Bürgermeister Bauer wehrte sich gegen Vorwürfe, die drohende Situation im Bereich Kinderbetreuung nicht früher mitgeteilt zu haben. Über Jahre hinweg sei der Kommunalpolitik über den Stand der Dinge unterrichtet worden. Erst jetzt sei das Ausmaß klar geworden. Ein Lichtstreif am Horizont ist die Nachricht, dass der Umbau der Kita Kranichstraße im September abgeschlossen sein wird. Ab Oktober sollen die Plätze vergeben werden.

Ein massives Problem sind unbesetzte Stellen von Erziehern und sozialpädagogischen Assistenten. Tipps für die Verwaltung gab es aus den Reihen der Kommunalpolitiker: Die Stellenanzeigen sollten peppiger formuliert werden. Zudem sollten Anzeigen nicht nur in der Region veröffentlicht werden, sondern bis nach Niedersachsen hinein. Auch sollte die Verwaltung intensiver Werbung an Fachschulen für einen Erzieherjob in Henstedt-Ulzburg machen.

Von einem Riesenproblem durch den Fachkräftemangel spricht Manfred Stankat, Jugendamtsleiter beim Kreis Segeberg. Seine Behörde habe gerade eine Umfrage auf den Weg gebracht, um die Situationen in den Kitas zu erfahren. „Wir haben den Eindruck, dass es im nächsten Betreuungsjahr 2017/18 kritisch werden könnte, nicht nur in Henstedt-Ulzburg“, sagte er.

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