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Segeberg Personalnot in den Kitas
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07:00 01.07.2017
Von Nicole Scholmann
Henstedt-Ulzburger Kinder werden es im nächsten Kita-Jahr schwer haben, vor Ort in einer Einrichtung einen Platz zu finden. Quelle: Christian Charisius/dpa
Henstedt-Ulzburg

"Es werden leider nicht alle Kinder, die einen Platz benötigen, diesen auch erhalten können“, teilte Elisabeth von Bressensdorf, die stellvertretende Bürgermeisterin, mit. Grund hierfür sei unter anderem die kritische Personalsituation in den zehn Kitas, die die Gemeinde betreibt. Stand Freitag sind sechs Arbeitsplätze in der Betreuung nicht besetzt. Außerdem wurden die geplanten Kindertagesstätten Dammstücken und Schäferkampsweg mit jeweils drei neuen Krippen- und drei neuen Kindergartengruppen noch nicht gebaut. Die Inbetriebnahme war für diesen Sommer geplant, wird sich aber bis ins kommende Jahr verzögern. Das Verfahren, bevor eine Kita tatsächlich gebaut werden kann, nehme mehr Zeit in Anspruch als vorgesehen.

In den Einrichtungen für Drei- bis Sechsjährige wurden im laufenden Kita-Jahr alle Gruppen bis zu 22 Kindern belegt. In einigen Gruppen wurden bis zu drei zusätzliche Plätze beantragt. Für das neue Kita-Jahr fand die erste Runde der Platzvergabe bis Ende Mai statt. Alle Gruppen wurden bereits mit 20, teilweise auch mit bis zu 22 Kindern belegt. „Schon die Erhöhung der Kinderzahl ist unter Berücksichtigung der Personalsituation mit etlichen Vakanzen und vielen kurz- und langfristigen Krankheitsausfällen kritisch zu betrachten“, sagte von Bressensdorf. Die Gruppengröße ist in einer Landesverordnung festgelegt.

Auf Jahressicht fehlen laut der amtierenden Gemeindechefin von Bressensdorf in den Kindergärten insbesondere 15-Uhr-Plätze, in denen die Lütten am Nachmittag wieder von ihren Eltern abgeholt werden, und Ganztagesplätze. Mit einer Belegung aller Gruppen in den gemeindeeigenen Einrichtungen bis zum 25. Platz würde dieses Defizit ausgeglichen werden können. „Aufgrund der angespannten Personalsituation ist es aber nicht vertretbar, diese Ausnahmen über das 22. Kind hinaus zu beantragen.“ Nur in besonderen, begründeten und vertretbaren Einzelfällen werde davon Gebrauch gemacht.

Abhilfe soll eigentlich der Umbau der Kita Kranichstraße bringen, der in den kommenden Wochen beginnt. Dort soll eine neue Ganztagsgruppe mit 20 Plätzen eingerichtet werden. Allerdings schlägt sich auch dort die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt nieder. Zwei Erzieher fehlen, um den Betrieb aufzunehmen. Qualifiziertes Personal zu gewinnen sei schwierig. So kann die Gemeinde kein Datum für die Eröffnung nennen. Die Betreuungsplätze werden noch nicht vergeben. Sollte sich an der Situation nichts ändern, werden Jungen und Mädchen, die zwischen dem 1. Januar und 31. August 2018 das dritte Lebensjahr vollenden und dann einen Kindergartenplatz benötigen, nicht betreut werden können.

Ab September werden rund 70 Krippenplätze frei, die grundsätzlich nachbesetzt werden könnten. Hier gilt aber dasselbe wie bei den Kita-Plätzen: Weil Stellen von Erziehern und sozialpädagogischen Assistenten nicht besetzt sind, fehlen Kapazitäten für eine notwendige Eingewöhnung der Kinder. Deshalb werden nur 45 dieser Betreuungsplätze vergeben.

Wenn ein Kind woanders betreut wird, dann zahlt die Wohnortgemeinde einen Ausgleich an die Kommune, in der das Kind in die Kita geht. Eltern, die einen U3-/Krippenplatz benötigen, bittet die Verwaltung, sich parallel um einen Tagespflegeplatz zu bemühen.

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