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Segeberg Drogendeals an der Osterau
Lokales Segeberg Drogendeals an der Osterau
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07:03 11.08.2018
Von Einar Behn
Die Osterauinsel zieht auch Menschen an, die die Anwohner gar nicht gerne sehen: betrunkene und vermutlich unter Drogen stehende junge Leute, die dort bis in die frühen Morgenstunden feiern. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Die Anwohner wollen namentlich nicht genannt werden, denn sie seien schon mehrfach bedroht und mit Flaschen beworfen worden. Besonders schlimm war es am vergangenen Wochenende. Mehrfach musste die Polizei einschreiten. Der letzte Einsatz am Sonnabend war um 5.55 Uhr, nachdem dort Gruppe die ganz Nacht hindurch gefeiert hatte. In der Nacht zu Mittwoch um 1.15 Uhr schritt die Polizei erneut ein, musste Platzverweise erteilen, und leitete ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Ruhestörung ein.

Es ist aber nicht nur die laute Musik, die die Anwohner stört. „Die Leute beschimpfen uns und werfen Flaschen über den Zaun. Eine Flasche hat meine Frau nur haarscharf verfehlt“, berichtete ein Mann. Ein Ölfass, eine blaue Altpapiertonne und einen Einkaufswagen hat er schon aus dem Seitenarm der Osterau gefischt, der zu der alten Wassermühle führt. „Hinzu kommt, das die Leute an unseren Gartenzaun urinieren. Der Gestank vermischt sich dann mit dem Qualm von Marihuana. Ich versichere Ihnen, da haben Sie keine Lust mit im Garten zu sitzen“, so der Anwohner.

Beim Drogendeal aus dem Fenster zugesehen

Und offensichtlich, so beschreiben es zumindest mehrere Anlieger, wird in der Parkanlage mit Drogen gedealt. „Das geschieht nicht mal heimlich“, beschreibt ein Mann die Lage. „Ich kann aus dem Fenster sehen, wie kleine weiße Päckchen übergeben werden.“

Die Polizei ist regelmäßig dort, nicht nur wenn die Anwohner sie rufen, weil sie wieder einen Rauschgiftdeal beobachtet haben. „Wenn die ein blau-silbernes Auto sehen, verhalten die sich natürlich anders“, sagt Polizeistationsleiter Rossow. Es sei schwierig, Drogenhandel nachzuweisen. Auch die Ermittlungsgruppe Rauschgift der Polizeidirektion Bad Segeberg sei informiert. Doch Rossow spricht von „Einzelfällen“.

Rossow hat einen Gesprächskreis initiiert, an dem das Ordnungsamt, das Jugendzentrum, das Familienbüro und die Schulen teilnehmen sollen. Der soll nun erörtern, wie dem Phänomen begegnet werden kann.

Kütbach denkt über Ordnungsdienst nach

„Hausherr“ auf der Osterauinsel ist die Stadtverwaltung. Die Anwohner sagen, sie hätten sich schon mehrfach an das Ordnungsamt gewandt, geschehen sei nichts. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach erklärte: „Wir können die Osterauinsel nachts ja nicht sperren, zumindest will das keiner.“ Als im letzten Jahr sich Vandalismusschäden an den Schülern häuften, hatte die Stadt für einige Wochen einen Sicherheitsdienst in Abendstunden herumgeschickt. „Da kann man auch für die Osterauinsel drüber nachdenken“, so Kütbach. Allerdings hatte es damals Kritik gegeben. Die Jugendlichen nur zu vertreiben, löse das Problem nicht, hatte Sozialausschussvorsitzender Dr. Manfred Spies (SPD) gesagt. Wie sich nun zeigt, hatte er wohl recht.

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