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Segeberg Arko bekommt neuen Chef
Lokales Segeberg Arko bekommt neuen Chef
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06:00 30.01.2015
Von Michael Stamp
Seit April 2014 ist das Wahlstedter Unternehmen Arko in neuen Händen. Nun wird die Geschäftsführung ausgetauscht. Quelle: Archiv
Wahlstedt

Patrick G. Weber arbeitet bereits seit August 2014 bei Arko im Wahlstedter Industriegebiet mit. Wie das Wahlstedter Traditionsunternehmen gestern mitteilte, wechselt Vorgänger Teufert Ende Februar in den Beirat der Firma.

 Der Hannoveraner Unternehmer Morzynski - von Beruf Steuerberater und Wirtschaftsprüfer - hatte die Wahlstedter Firma im Frühjahr 2014 von der Arko-Stiftung übernommen. Arko selbst hatte nach einem Investor gesucht und in der Hauptstadt Niedersachsens gefunden. Hintergrund war, dass es mit den Geschäftszahlen seit Jahren bergab ging und dringend jemand gebraucht wurde, der mit frischem Geld einsteigt und eine millionenschwere Modernisierung und Expansion des Konzerns möglich macht. Arko verfügt über rund 230 eigene Filialen und weitere etwa 3500 Depots im Lebensmitteleinzelhandel.

 „Mit dem Eigentümerwechsel wurden bei der Arko GmbH in Wahlstedt die strategischen Weichen für eine langfristig positive Unternehmensentwicklung gestellt“, teilte die Firma gestern mit. „In diesem Zusammenhang kommt es nun auch zu einer Veränderung in der Geschäftsführung: Torsten Teufert wechselt Ende Februar in den Beirat des Unternehmens. In dieser Funktion wird er das Unternehmen und die neue Geschäftsleitung auch weiterhin beratend unterstützen.“

 Die Belegschaft wurde gestern um 12.30 Uhr von der Nachricht überrascht. Die Abteilungsleiter teilten den Angestellten die geplante Veränderung mit. „Wir danken Herrn Teufert für seinen wichtigen Beitrag zur Neuausrichtung des Unternehmens und freuen uns, seine Expertise auch weiterhin nutzen zu können“, sagt Investor Morzynski.

 Der neue Chef Patrick G. Weber hat für ihn unter anderem das Grandhotel Heiligendamm als Geschäftsführer geleitet und im Vorjahr für einen spürbaren Aufschwung mit dem erfolgreichsten Monat in der Geschichte des Hotels gesorgt. Vor allem durch das Ankurbeln des Tagungsgeschäfts konnte das Fünf-Sterne-Haus sogar den Ansturm beim G8-Gipfel im Jahr 2007 toppen.

 Der 42-jährige Weber ist gelernter Bankkaufmann. Als Vertrauter der Familie Morzynski wird er seit Jahren geschäftsführend in verschiedenen Beteiligungsunternehmen eingesetzt.

 Für den Unternehmer ist Arko nicht der erste Ausflug in die Süßwarenbranche. Im Jahre 2002 kaufte Morzynski von der Treuhandanstalt die traditionsreiche Halloren-Schokoladenfabrik in Halle an der Saale. Dort ist er noch heute Aufsichtsratsvorsitzender und Chef von 660 Mitarbeitern - also vergleichbar mit seiner Investition in Wahlstedt. Morzynski führte Halloren an die Börse und ist nach wie vor der größte Einzelinvestor des Unternehmens, das 2012 einen Umsatz von 94 Millionen Euro machte.

 In dem Betrieb führte Morzynski einige Änderungen hin zu mehr Attraktivität ein. So ließ er 2007 die „gläserne Fabrik“ entstehen, so dass Besucher bei der Schokoladenproduktion zuschauen können. Außerdem erweiterte er das Schokoladenmuseum. Halloren ist die älteste noch arbeitende Schokoladenfabrik Deutschlands.

 Arko hat in den vergangenen Jahren begonnen, seine Filialen zu modernisieren und deutlich edler zu gestalten. Ein Beispiel ist die Niederlassung in der Bad Segeberger Fußgängerzone. Sie wurde quasi als Anschauungsobjekt für die weitere Entwicklung der Filialen umgebaut.

 Das 1948 gegründete Unternehmen Arko beschäftigt rund 700 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat unter anderem Kaffee, Pralinen, Trüffel, Edel-Schokoladen, Gebäck und Süßwaren im Angebot. Den Namen wählten die Gründer Bernhard und Cuno Rothfos als Abkürzung von „Arbeitsgemeinschaft für den Vertrieb von Konsumgütern“.

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