Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Patt im Kreistag
Lokales Segeberg Patt im Kreistag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:09 27.05.2013
Von Gerrit Sponholz
Landrätin Jutta Hartwieg (SPD) will 2014 vom Kreistag wiedergewählt werden, auch CDU-Fraktionschef Claus Peter Dieck tritt an. Weil CDU und FDP die Mehrheit verloren, ist die Wahl offen.
Kreis Segeberg

Die CDU gewann alle 25 Wahlkreise direkt. Sie legte leicht zu auf 43,7 Prozent (plus 1,6 Prozent). Der politische Partner, die FDP, halbierte dagegen ihren Stimmenanteil und sackte auf 6,1 Prozent (minus 5,7 Prozent). Die CDU hat künftig 25 Sitze, die FDP drei.

 Ihnen steht jetzt eine bunte Phalanx gegenüber, die ebenfalls 28 Sitze hat. Stimmen hinzugewonnen hat die SPD. Sie kam auf 29 Prozent (plus 2,7 Prozent). 16 Sitze sind ihr sicher. Bereits halb so stark sind die Grünen geworden. Sie holten 14,2 Prozent (plus 2,8 Prozent) und acht Sitze. Die Linke schrumpfte auf 3,1 Prozent (minus 4,3 Prozent) und zwei Sitze. Dass sie überhaupt in den Kreistag einzieht, verdankt sie dem Wegfall der 5-Prozent-Hürde. Das gilt auch für die Piratenpartei. Sie holte aus dem Stand 3,5 Prozent und zwei Sitze. Der 2008 noch siegreiche Einzelbewerber Joachim Dose (Ellerau/Alveslohe) fiel in seinem Wahlkreis glatt durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,1 Prozent (minus 3 Prozent).

 Wegen des neuen Patts im Kreistag sind vielerlei Stimmgemeinschaften möglich. „Es war klar, dass es eng wird“, sagte Claus Peter Dieck, CDU-Fraktionschef und auch Kandidat für die Landratswahl durch den Kreistag 2014. „Wir werden jetzt mit allen anderen Fraktionen Gespräche führen.“ Mit den Linken aber wohl nicht, deutete er an. Auch Edda Lessing, Fraktionsvorsitzende der SPD, will auf andere Fraktionen zugehen. „Wir werden uns auf einer Klausurtagung beraten, wie wir weiter vorgehen im Kreistag.“

 Landrätin Jutta Hartiweg (SPD) hielt sich bedeckt mit Äußerungen, weil sie auch Kreiswahlleiterin war. Sie bestätigte aber, dass sie zur Wiederwahl 2014 antreten will. „Meine Chancen sind gestiegen.“

 Ursprünglich sollte der Kreistag nur 49 Mitglieder haben. Weil die CDU aber alle Direktmandate holte und damit mehr Sitze erhielt als ihr insgesamt nach dem Stimmenanteil zustehen, erhielten die anderen Parteien Ausgleichsmandate. Der Kreistag hat damit 56 Sitze. Eine Vorschrift, dass es eine ungerade Zahl sein muss, um ein Patt zu verhindern, gibt es nach Angaben des Kreises nicht.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!