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Segeberg Der "Pieper" sorgt für mehr Sicherheit
Lokales Segeberg Der "Pieper" sorgt für mehr Sicherheit
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10:00 03.11.2018
Von Michael Stamp
Jutta Schmaal (74) gehört zu den 22 Kunden aus Pronstorf, die das Pilotprojekt der Bad Segeberger Firma MEBO Sicherheit nutzen und sich für ein Jahr gratis ans Hausnotrufnetz angeschlossen haben. Quelle: Michael Stamp
Pronstorf

Seit zehn Jahren wohnt Jutta Schmaal im Pronstorfer Ortsteil Wulfsfelde. Tagsüber ist die Seniorin oft allein. Anfang des Jahres ist die Rentnerin zweimal gestürzt und konnte sich nicht wieder aufrappeln. "Mich hört und sieht ja keiner", sagt sie. Da sie herzkrank ist, kann so eine Aufregung fatale Folgen haben. "Da fällst du hin und kommst nicht wieder hoch – furchtbar!"

Da kam die Aktion von Mebo Sicherheit ihr gerade recht. "Seit ich den Pieper habe, ist mir aber nichts mehr passiert", erzählt Jutta Schmaal lachend. Der "Pieper" ist ein Alarmknopf, den sie an einer Kette um den Hals trägt. Mit dem Funkschalter kann sie innerhalb von Sekunden die in Bad Segeberg ansässige Mebo-Notrufzentrale erreichen. Das dafür notwendige Gerät stellt die Firma den Pronstorfern für zwölf Monate in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Tunstall kostenlos zur Verfügung. "Man braucht nur eine Telefonbuchse und in der Nähe eine Steckdose", erklärt Mebo-Mitarbeiter Simo Brunke. Auf einem Sideboard im Flur ist der dunkle Kasten erst auf den zweiten Blick zu entdecken. Ein Internetanschluss ist nicht notwendig.

Bis zum 1. Dezember sind Anmeldungen möglich

Alle Pronstorfer, die mindestens 70 Jahre alt sind, haben im Frühjahr Post von der Gemeinde bekommen, die als Modellgemeinde ausgesucht wurde. Noch bis zum 1. Dezember kann man sich bei Mebo anmelden. Nach einem Jahr können die Nutzer den Service dann entweder wieder kündigen. Projektpartner in Pronstorf sind die Stadtwerke Neumünster.

Was bei einem Notfall passiert

Im Notfall meldet sich ein Mebo-Mitarbeiter durch das Gerät stimmlich in der Wohnung des Kunden. Wurde versehentlich gedrückt, kann man einfach Entwarnung geben. Ist hingegeben wirklich etwas passiert oder antwortet der Kunde nicht, ruft Mebo zunächst testweise über Telefon an; kommt auch dann kein Kontakt zustand, geht die gesamte Alarmierungskette los.

Im Falle von Jutta Schmaal ist eine Nachbarin mit einem Schlüssel ausgestattet und würde von Mebo umgehend gebeten, bei der Rentnerin nachzuschauen. Der Funkkontakt des "Piepers" reicht für etwa 100 Meter zum Hauptgerät, sodass auch bei einem Sturz im Garten Hilfe gerufen werden kann. Er ist zudem wasserdicht und kann daher auch in der Dusche getragen werden.

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