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Segeberg Spielerisch zum Umweltschutz
Lokales Segeberg Spielerisch zum Umweltschutz
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08:30 10.09.2018
Von Gunnar Müller
Mit einem Puppentheater von Heike Kammer startete das Fifty-Fifty-Projekt zur Umwelterziehung in der Mühlen-Kindertagesstätte. Quelle: Gunnar Müller
Bad Segeberg

Bei dem Projekt geht es darum, wie Kinder lernen, sorgsam mit Energie umzugehen. Das eingesparte Geld wiederum teilen sich dann die Stadt Bad Segeberg als Träger und die jeweilige Einrichtung.

Frühmorgens sitzen im Saal der Mühlen-Kita im Familienzentrum Spurensucher die beiden Erzieher Michael Radde und Jula Strunk mit ihrer Fledermaus-Gruppe. Heike Kammer hat ihre kleine Bühne aufgebaut. Die Puppenspielerin möchte den Kindern Umwelt- und Naturschutz – wortwörtlich – spielerisch nahebringen. „Ein Platz für Tiere“ heißt das Stück, das die Friedenstheaterpädagogin am Morgen zeigt: „Meine Stücke haben auch immer einen sozialen Hintergrund,“ erklärt Heike Kammer. Und so verweben sich in ihrem Puppenspiel Umwelt- und Naturschutz mit sozialen Aspekten, stehen die Zwerge für den – global betrachtet – reichen Norden, die Maus Mausi und der Hase Rudolfo Mausi für den ausgebeuteten Süden. Dort, in Südamerika, hat Heike Kammer viele Jahre gelebt und so einen anderen Blick auf das Zusammenleben bekommen. All diese Ideen fließen auch in ihre kindgerechten Stücke ein. Natürlich sei mit einem Puppenspiel alleine noch nichts erreicht, erklärt Britta Gerwin. Die Projektkoordinatorin sitzt zusammen mit Mandy Dolling von der Kita und Nicola Richter. Richter steht als Diplom-Bioingenieurin den Fifty-Fifty-Einrichtungen als Beraterin zur Seite. „Wir sind frisch gestartet mit dem Projekt“, sagt Dolling. Seit dem Frühjahr haben sich die Erzieher in Workshops mit dem Klimawandel und der pädagogischen Umsetzbarkeit beschäftigt. „Jede Einrichtung sollte dann ihr Thema finden,“ erklärt Gerwin.

Schwerpunkt Mülltrennung in der Mühlen-Kita

In der Mühlen-Kita dreht es sich – schwerpunktmäßig zumindest – um das Thema Mülltrennung und -vermeidung. „Wir versuchen, die Kinder zu sensibilisieren und eben nichts von oben aufzudrücken.“ Fifty-Fifty, initiiert von der Stadt Bad Segeberg, erstreckt sich im Rahmen eines Förderprojekts über vier Jahre. In Schulen und Kindereinrichtungen soll damit ein Klimaschutzbewusstsein geschaffen werden. Licht ausmachen, darauf achten, dass Fenster geschlossen sind – mit vielen einfachen Tricks könne viel Energie eingespart werden. Das erste Jahr sei für die Etablierung vorgesehen, das Ausloten von Möglichkeiten. „Wir überlegen uns mit den Leitungsteams der Einrichtungen ein ganzheitliches Konzept.“ Einbezogen werde in der Mühlen-Kita auch der Kinderrat: Kinder aus den einzelnen Gruppen, die auch Ideen formulieren können. „Ich war ganz baff, als ein Kind sagte, man solle doch Äpfel aus dem Garten essen, statt Ananas, die mit dem Schiff erst hierher transportiert werden müsse“, sagt Britta Gerwin.

Und das, sagt die Projektkoordinatorin, sei ein schönes Zeichen. Der Gedanke trage in den Kindern nachhaltig Früchte – auch im Umgang mit Müll und Energie in ihren Familien.

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