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Segeberg Promenade: Baubeginn am Donnerstag
Lokales Segeberg Promenade: Baubeginn am Donnerstag
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06:00 13.08.2013
Von Michael Stamp
2012 hatte das Entenrennen noch an der Promenade stattgefunden. Für 2013 wurde es wegen der Baustelle abgesagt - doch die verzögerte sich monatelang.
Bad Segeberg

Nun soll der Startschuss für den Bau aber fallen: Wie die Stadtverwaltung erklärt, ist der Baubeginn für Donnerstag vorgesehen.

 Seit 2009 gibt es die große Sommer-Veranstaltung des Bad Segeberger Kiwanis-Clubs: das Entenrennen. Massenweise werden Quietscheenten an der Promenade in den See geschüttet und schwimmen über einen abgesperrten Parcours. Der Besitzer derjenigen Ente, die zuerst im Ziel eintrifft, erhält einen Preis.

 Weil sich alle Teilnehmer ihre Ente samt Startnummer zuvor für 5 Euro kaufen müssen, kommt am Ende eine erhebliche Spendensumme zusammen. „In den vier Jahren, in denen es das Entenrennen bisher gab, haben wir etwa 25000 Euro in der Region verteilt“, berichtet Werner Schulze, Kassenwart des Kiwanis-Clubs und Hauptverantwortlicher für das Entenrennen. „Wir haben ja ständig die ,Muschel’ auf dem Plan, den Verein für Jugend- und Kulturarbeit mit dem Zeltlager Wittenborn, die Kindergärten, die Schulranzenaktion und viele Einzelschicksale.“

 Bis Anfang des Jahres waren die ehrenamtlichen Helfer noch davon ausgegangen, dass das Rennen im gewohnten Rahmen stattfinden kann. „Wir hatten uns den 25. August als Termin ausgesucht - schon mit Blick auf die Promenaden-Sanierung“, schildert Schulze. Die Stadt Bad Segeberg will die von rissigem, unebenen Asphalt überzogene Promenade für rund 2 Millionen Euro neu gestalten. Weil ein Großteil der Summe über Zuschüsse abgedeckt werden kann, trägt die Kommune davon noch 450000 Euro - und das auf zwei Jahre verteilt.

 Beim Kiwanis-Club war man davon ausgegangen, dass das noch im Vorjahr in der Stadtvertretung beschlossene Projekt bis Ende August längst abgeschlossen ist. Normalerweise wäre das Entenrennen nämlich schon im Juli gewesen. Doch im Februar habe der Club dann Post aus dem Rathaus bekommen, sagt Schulze. Bauamtsleiterin Antje Langethal teilte mit, „dass die Veranstaltung in diesem Jahr nicht möglich ist“. Der Kiwanis-Club war restlos bedient. Das Entenrennen ist seine mit Abstand größte Veranstaltung und sorgt für einen erheblichen Anteil am jährlichen Spendenvolumen.

 „Das ist für uns schon ein bisschen ärgerlich“, sagt Kassenwart Schulze. „Das tut uns natürlich weh.“ Wochen und Monate gingen ins Land - aber an der Promenade tat sich fast nichts. Einige Bäume wurden im Frühjahr vorsorglich abgesägt, aber das Entenrennen hätte problemlos in den Sommerferien stattfinden können.

 Nun hofft der Kiwanis-Club, das Rennen vielleicht auf die Schnelle doch noch starten zu können. Aus diesem Grund schrieb der Club an das Rathaus und fragte an, ob es mit der Sanierung am See noch länger dauert und ob es eventuell im Spätsommer eine Möglichkeit gibt, die Veranstaltung nachzuholen. „Wir haben aber bisher keine Antwort bekommen“, bedauert Schulze - wobei die Anfrage auch erst in der Vorwoche gestellt wurde. „Wir kommen nur langsam in die Jahreszeit, in der das undurchführbar wird.“

 Doch aus dem Rennen an der Promenade wird 2013 nichts mehr, wie die städtische Stadtplanerin Ute Heldt gestern erklärte. Am Donnerstag, 15. August, ist Baubeginn. Warum hat sich das Ganze denn so in die Länge gezogen? „Bei der Baustellenplanung ist das manchmal so“, sagt die Rathaus-Mitarbeiterin. Die Vorgespräche mit den Firmen seien sehr langwierig gewesen. „Wir wollten nicht mit halben Sachen anfangen.“

 Die neue Promenade soll nach Auskunft der Stadtplanerin im Juni 2014 eröffnet werden. „Mit Bepflanzung, Möblierung und allem.“ Da vom 19. bis 26. Juli des kommenden Jahres das European Peoples’ Festival (EPF) in Bad Segeberg stattfindet und die Promenade bis dahin fertig sein soll, sollte es tunlichst keinen allzu langen Winter geben, in dem die Baustelle ruhen muss. Weitere Verzögerungen kann die Stadt in ihrem Zeitplan nicht gebrauchen.

 Fraglich war kurzzeitig auch, wie es in diesem Jahr mit dem Laternegehen von Segeberger Zeitung und VR Bank Neumünster weitergeht. Die klassische Route führt nämlich an der Promenade entlang. Dort findet der große Lampionkorso der örtlichen Bootsvereine statt - neben dem abschließenden Feuerwerk auf der Rennkoppel die größte Attraktion der Traditionsveranstaltung. Verlagshausleiter Thorsten Dücker hat aber nun klargestellt, dass es das Laternegehen auf jeden Fall geben wird: am Freitag, 27. September. Ob die Route entlang dem See genommen werden kann, steht noch nicht mit letzter Sicherheit fest, aber die Aussagen von Stadtplanerin Heldt klingen ermutigend: „Wir werden immer eine schmale Trasse zum Begehen frei lassen. Die Arbeiten beginnen am Hang und setzen sich in Richtung Wasser fort.“ Das heißt: Im September müsste die dem See zugewandte Promenaden-Hälfte noch frei sein, so dass die großen und kleinen Laternegänger dort gehen können. Die SZ wird die endgültige Route kurz vor der Veranstaltung bekanntgeben.

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