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Prozess gegen Anwalt kam nicht in Gange

Henstedt-Ulzburg Prozess gegen Anwalt kam nicht in Gange

In den Startlöchern hängengeblieben ist vor dem Schöffengericht in Norderstedt ein Prozess gegen einen Rechtsanwalt aus Henstedt-Ulzburg. Ihm wird vorgeworfen, für eine Mandantin erstrittene Unterhaltszahlungen nicht an sie weitergegeben zu haben. Die Verhandlung wurde ausgesetzt.

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Vor dem Amtsgericht Norderstedt begann ein Prozess wegen Untreue gegen einen Anwalt aus Henstedt-Ulzburg.

Quelle: Stephan Ures

Henstedt-Ulzburg. Die Frau, die als Zeugin aussagen sollte, war nicht vor Gericht erschienen. Unter diesen Umständen erschien es Richter Matthias Lohmann wenig ergiebig, in den Prozess einzusteigen. 

Was am Freitag vor Gericht verhandelt werden sollte, ereignete sich bereits in den Jahren 2010 bis 2014. Laut Anklageschrift hatten der Anwalt und die Geschädigte einen Vertrag geschlossen, in dem es darum ging, Unterhaltszahlungen zugunsten der Frau einzutreiben. Sie sind auch geflossen, doch die Staatsanwaltschaft wirft dem Henstedt-Ulzburger vor, das Geld nicht weitergeleitet, sondern für eigene Zwecke verwendet zu haben. Die Rede ist von einem Betrag von über 12000 Euro. Der Anwalt ist wegen Untreue angeklagt.

Außer der formalen Prozesseröffnung tat sich nicht viel. Der Verteidiger des Angeklagten, Kolja Prieß aus Hamburg, bat zunächst um ein Klärungsgespräch, zu dem er sich gleich nach Verhandlungsbeginn mit Richter und Staatsanwalt für eine Dreiviertelstunde zurückzog. Auch kritisierte er die Anklageschrift als "fehlerhaft" und stellte den Antrag, sie solle in der vorliegenden Form nicht vorgetragen werden. Wie der Verteidiger erklärte, habe der Anwalt mangels bekannter Bankverbindung der Mandantin das Geld gar nicht überweisen können sowie außerdem das Recht gehabt, eigene Kosten und Gebühren gegen die eingegangenen Zahlungen aufzurechnen.

Wann der Prozess fortgeführt wird, ist noch offen. Von den Prozessbeteiligten wurden Termine im Juni oder August  als möglich genannt.

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